05.02.2019, 13:46 Uhr

Tatort Landshuter Hauptbahnhof Mit drei Promille fünf Bundespolizisten angegriffen

Am und im Landshuter Hauptbahnhof darf weiterhin Alkohol konsumiert werden. (Foto:  Tobias Grießer)Am und im Landshuter Hauptbahnhof darf weiterhin Alkohol konsumiert werden. (Foto: Tobias Grießer)

Zu unschönen Szenen ist es am Montag am Landshuter Hauptbahnhof gekommen. Ein stark betrunkener Mann attackierte fünf Bundespolizisten und musste schließlich eine Nacht in der Ausnüchterungszelle verbringen.

LANDSHUT Am Montag, 4. Februar, leistete ein 35-jähriger, erheblich betrunkener Slowake massiven Widerstand gegen fünf Beamte der Bundespolizei im Revier Landshut. Die Person war im Zug von Plattling nach Landshut ohne Fahrschein unterwegs und wurde deshalb zur weiteren Sachbearbeitung zur Dienststelle im Hauptbahnhof Landshut verbracht.

Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen weigerte sich der Beschuldigte, trotz mehrmaliger Aufforderung, das Bundespolizeirevier zu verlassen. Dadurch musste er durch die Beamten zwangsweise zum Ausgang befördert werden. Während dieser Maßnahme versuchte der 35-Jährige immer wieder, die Polizisten zu schlagen, zu beißen und sie dadurch zu verletzen. Zudem wurde eine Beamtin massiv durch den Slowaken beleidigt.

Das Geschehen verlagerte sich nach einiger Zeit nach draußen auf den Bahnsteig, was bei den Reisenden des Bahnhofs Landshut erhebliches Aufsehen erzeugte. Der Mann schlug am Bahnhof lautstark gegen Türen und Fenster. Die Beamten nahmen ihn daraufhin in Schutzgewahrsam, um eine Gefährdung der Reisenden auszuschließen.

Schließlich wurde der Beschuldigte in ein Krankenhaus eingeliefert und – nach Entscheidung durch die Staatsanwaltschaft – eine Blutentnahme durchgeführt. Der Alkoholwert betrug drei Promille.

Die Nacht verbrachte der Mann zur Ausnüchterung in der Zelle bei der Bundespolizei in Landshut. Im Laufe des Dienstagvormittags wurde er aus dem Gewahrsam entlassen und auf freien Fuß gesetzt. Der Slowake wird nun aufgrund Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Hausfriedensbruch, Beleidigung, versuchter Körperverletzung und Erschleichen von Leistungen angezeigt.


0 Kommentare