11.01.2019, 12:38 Uhr

THW im Berchtesgaden-Einsatz Mit Blaulicht und Räumschaufel


Die Schneemassen in Oberbayern sind gewaltig. Jetzt bekommen die Einsatzkräfte der betroffenen Landkreise Verstärkung aus Niederbayern. Mit Blaulicht und Sirene sind am Donnerstagabend Einsatzfahrzeuge des THW aus Landshut in Richtung Oberbayern aufgebrochen. Der Ortsverband war alarmiert worden, nachdem in Berchtesgaden und weiteren Landkreisen der Katastrophenfall wegen der starken Schneefälle ausgerufen worden war.

LANDSHUT „Derzeit sind 30 Helferinnen und Helfer und acht Fahrzeuge vor Ort. Diese Einsatzkräfte werden auf alle Fälle bis Samstagabend dort sein“, so Ortsbeauftragter Michael Saller, der den Einsatz ebenfalls begleitet.

Vor allem zwei Einsatzaufgaben haben die Landshuter Helfer zu bewältigen. „Durch Baufachberater unseres Ortsverbandes wird bei Gebäuden die auf den Dächern liegende Schneelast begutachtet und berechnet. Je nach Ergebnis wird entschieden, ob das entsprechende Dach geräumt werden oder das Gebäude im schlimmsten Fall sogar gesperrt werden muss.“ Eventuell müssten Abstützarbeiten in den Gebäuden zur Sicherheit durchgeführt werden.

Außerdem müssen die Einsatzkräfte aus Niederbayern, angerückt sind auch THW-Kräfte aus Straubing, viele Dächer von der gefährlichen Schneelast befreien. „Zu diesem Zweck sind derzeit insgesamt drei Bergungsgruppen von den beiden Technischen Zügen aus Landshut eingesetzt.“

Besonders achtgeben müssen die Einsatzkräfte dabei auf eventuell vorhandene Lichtkuppeln oder Photovoltaikanlagen. „Zur Sicherheit sind alle auf den Dächern arbeitenden Helfer mit sogenannten Absturzsicherungen ausgestattet“, so Saller.

Eingesetzt werden die Niederbayern aber auch für die Räumung von Straßen und Wegen. „Dazu ist unsere Fachgruppe Räumen alarmiert worden. Mit dem Radlader werden dann die Schneemassen zu größeren Schneebergen zusammengefahren. Teilweise wird dieser Schnee auch auf Kipper verladen und abtransportiert.“

Die Einsatzorte für die Landshuter Helfer sind Berchtesgaden aber auch Schönau. Als Übernachtungsplatz wurde den Helferinnen und Helfer eine Bundeswehrkaserne zugewiesen.


0 Kommentare