08.01.2019, 15:51 Uhr

Cowboys in Uniform Polizisten auf schweißtreibender Rinderjagd

Foto: geoleo/123rf.com (Foto: geoleo/123rf.com)Foto: geoleo/123rf.com (Foto: geoleo/123rf.com)

Ein ausgebüxtes schottisches Hochlandrind hat die Vilsbiburger Polizei auf Trab gehalten. Sogar ein Hubschrauber war im Einsatz, um das Rindvieh wieder in den Stall zu treiben. Doch das stellte sich als erstaunlich stur heraus – sehr zum Leidwesen der eingesetzten Beamten.

VILSBIBURG Das 180 Kilogramm schwere Tier war beim Ausladen eines Viehtransporters am Sonntagabend in Tannet geflüchtet. Obwohl der Besitzer mit Helfern sofort die Verfolgung aufnahmen, konnten siees nicht mehr einholen und verloren seine Spur im Dunkel der anbrechenden Nacht. Tags darauf, kurz nach 9.30 Uhr, tauchte es aber in einem etwa 4 km entfernten Waldstück wieder auf. Polizisten aus Vilsbiburg sattelten daraufhin ihre Dienstfahrzeuge. Unterstützt wurden die verbeamteten Cowboys durch den Polizeihubschrauber, der auch schnell Sichtkontakt zu dem flüchtigen Großvieh hatte.

Die Jagd auf das Rindvieh stellte sich aber schnell als schwieriges Unterfangen heraus. Die Bodenbeschaffenheit machte den Einsatz von Dienstfahrzeugen nämlich unmöglich. Also hefteten sich die Beamten zu Fuß auf die Spur des Tiers. Erschwerend kam hinzu, dass sich der Ausreißer weder durch den Polizeihubschrauber, noch durch die verfolgenden Beamten zu Fuß beeindrucken ließ. Vielmehr ließ es seine Verfolger bis auf zehn Meter an sich heran, um dann wieder die Flucht von vorne anzutreten – im Gefolge die zwischenzeitlich heftig schwitzenden und atmenden Polizeibeamten.

Erst nach ca. 90 Minuten und mehreren Kilometern endete die Flucht dann in einem Gehöft in Höhenberg. Dort stand zu einem Stallnebenraum eine Tür offen, in den sich das Rind flüchtete. Die Verfolger konnten die Türe schließen. Scheinbar hatte das Treiben nicht nur die Menschen an die körperlichen Grenzen gebracht, sondern auch das Tier. Es legte sich offensichtlich erschöpft nieder und ließ sich nach einer geraumen Zeit der Erholung friedlich von seinem Besitzer auf den zwischenzeitlich eingetroffenen Transporter führen.


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