28.03.2018, 16:54 Uhr

12-Tage-Einsatz Die letzte Gasflasche ist gesprengt


Zwölf Tage hat es gedauert, am Dienstagabend war es dann so weit: Die letzte der 133 Gasflaschen, die am Donnerstag, 15. März, in Landshut auf einem ehemaligen Schrottplatz in der Oberndorfer Straße gefunden worden war, ist gesprengt worden. Dabei zeigte sich: Von den Flaschen ging eine erhebliche Gefahr aus.

LANDSHUT Damit endete für die Landshuter Feuerwehr sowie für viele weitere involvierte Feuerwehren und Hilfskräfte ein 12-tägiger Einsatz. Während an den ersten Tagen das Hauptaugenmerk der Einsatzkräfte auf der Evakuierung und Sicherung des Areals an der Oberndorfer Straße lag, konzentrierten sich die Arbeiten mit Beginn der Sprengarbeiten auf eine Kiesgrube im nördlichen Landkreis Landshut.

Die Evakuierungsaktion begann für die Feuerwehr, die Polizei, das THW, die Rettungsdienste und diverse Mitarbeiter der Stadtverwaltung am Donnerstagabend. Nach einer kurzen Nacht begann dann am Freitag die Evakuierung und Sperrung des Areals rund um das ehemalige Henschel-Grundstück. Nachdem die Evakuierung gegen 9 Uhr abgeschlossen war, konnten die Sprengmeister mit ihrer mühevollen Kleinarbeit beginnen. Im Erdreich tauchten dann weit mehr als die ursprünglich festgestellten rund 30 Flaschen – am Ende waren es 133 alte Gasflaschen – auf.

Nach der Bergung wurden alle als potenziell gefährlich bzw. alle nachweislich noch gefüllten Flaschen in eine Kiesgrube bei Furth gebracht, um sie zu sprengen. Täglich wurde in dieser Kiesgrube Flasche für Flasche sorgfältig gesprengt.

Dass diese Vorsichtsmaßnahmen von Anfang bis Ende vollauf gerechtfertigt waren, zeigt nun die Bilanz nach Abschluss der Sprengungen. Von 133 Flaschen mussten 98 gesprengt werden. Weitere neun Flaschen, in denen sich Ammoniak, Schwefeldioxid und zweimal ein nicht näher definierbares Gasgemisch befanden, mussten als Sondermüll entsorgt werden. Bei den gesprengten Flaschen waren nachweislich noch rund ein Dutzend mit Acetylen, Sauerstoff und Propan gefüllt. Zwei gefüllte Propangasflaschen und zwei volle Acetylengasflaschen gingen bei der Sprengung sogar in einem großen Feuerball in die Luft.

Seitens der Feuerwehr Landshut waren während der Evakuierung und Räumung des Grundstückes rund 30 Einsatzkräfte vor Ort. Während der Sprengung wurde die Absicherung des Brandschutzes täglich durch jeweils zehn bis 15 Mann der Feuerwehren Furth, Arth und Schatzhofen sichergestellt, die Landshuter Feuerwehr unterstützte die Sprengarbeiten mit einem Messtrupp.


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