24.08.2020, 10:02 Uhr

Polizei ermittelt Körperliche Auseinandersetzung in der Ingolstädter Innenstadt eskaliert

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Am Samstagnachmittag, 22. August, um 16.40 Uhr, kam es in der Straße Am Stein in Ingolstadt zunächst zu einer verbalen Streitigkeit zwischen einem 38-jährigen Pkw-Fahrer und einem 41-jährigen Fußgänger. Grund des Wortgefechts war wohl, dass der Fußgänger die Fahrbahn aufgrund des Standorts des Autos nicht überqueren konnte.

Ingolstadt. Infolge des verbalen Streits folgten gegenseitige Beleidigungen und Bedrohungen. Der 41-jährige Ingolstädter soll nach Angaben des Autofahrers auch Beleidigungen gegen die Familienangehörigen des 38-Jährigen ausgesprochen haben. Diese befanden sich zur Tatzeit ebenfalls vor Ort. Laut Aussage des Ingolstädters soll der 38-Jährige aus dem Landkreis Eichstätt im Anschluss aus dem Fahrzeug gestiegen sein und seinen Kontrahenten geschubst haben. Der 14-jährige Sohn des Pkw-Führers sprach dabei ebenfalls Beleidigungen gegen den Fußgänger aus.

Der 41-Jährige entfernte sich im Anschluss fußläufig in die Kupferstraße, woraufhin der 38-Jährige wieder in sein Fahrzeug stieg und nach Angaben des Ingolstädters verbotswidrig entgegen der Einbahnstraße in diese abbog und auf ihn zufuhr. Der 41-Jährige gab an, dass er hierbei nur durch einen Sprung zur Seite verhindern konnte, dass ihn der Pkw erfasste. Daraufhin stiegen der 38-Jährige und sein Sohn wiederum aus dem Fahrzeug aus, wobei der Fahrzeugführer den Fußgänger am Hals packte. Hiergegen wehrte sich der Ingolstädter, indem er seinem Widersacher mit seinem Mobiltelefon einmal ins Gesicht schlug.

Im Anschluss riss der 14-jährige Sohn des Pkw-Führers ein dort aufgestelltes mobiles Verkehrszeichen aus der Verankerung, lief mit diesem auf den 41-Jährigen zu und drohte, ihn umzubringen. Der Ingolstädter ergriff die Flucht über die Harderstraße zum Franziskanerplatz, wo der 14-Jährige schließlich sein Vorhaben aufgab. Zwischenzeitlich kamen zwei Freunde des 14-Jährigen, zwei 19-jährige Ingolstädter, zur Örtlichkeit hinzu, vermutlich, um ihrem Bekannten beizustehen. Die beiden unbeteiligten Männer beleidigten ihrerseits den 41-jährigen Ingolstädter, dem es schließlich gelang, die Polizei zu verständigen.

Durch die Auseinandersetzung erlitt der Mann aus dem Landkreis Eichstätt eine Platzwunde oberhalb des Auges und eine Gehirnerschütterung. Er wurde zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus verbracht. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde sein Führerschein beschlagnahmt. Ihn erwarten nun mehrere Strafanzeigen, unter anderem wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehrs sowie Beleidigung. Auch sein Sohn sowie dessen zwei Freunde müssen sich im Nachgang strafrechtlich verantworten. Sein 41-jähriger Kontrahent wurde am linken Arm leicht verletzt und erlitt Abschürfungen im Bereich des Ellbogens. Auch gegen ihn wird wegen Beleidigung, Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.


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