16.07.2020, 17:48 Uhr

Prozess in Regensburg Vater soll sein drei Wochen altes Baby misshandelt haben

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Es ist nichts für schwache Nerven, was die Staatsanwaltschaft Regensburg einem 1983 geborenen Mann aus Abensberg vorwirft. Er soll seinen drei Wochen alten Sohn auf den Kopf geschlagen und am Brustkorb gepackt haben. Ab Freitag, 17. Juli, muss sich der Mann vor dem Landgericht Regensburg verantworten.

Regensburg. Am 25. Oktober 2019 kam der kleine Junge zur Welt – gemeinsam mit den Eltern und dem zweijährigen Bruder lebt er in Neustadt an der Donau im Landkreis Kelheim. Er ist ein Schreibaby, das sich kaum beruhigen lässt. Die Mutter hatte vorausschauend schon vor der Geburt mit einer Hebamme vereinbart, dass diese die Nachsorge nach der Geburt übernimmt. So kam die Hebamme ab dem 1. November 2019 regelmäßig zur Familie nach Hause. Am 7. November musste die Mutter der Kinder ins Krankenhaus, am 11. November bemerkte die Hebamme blaue Verfärbungen im Gesicht des Säuglings, die soll ihm der große Bruder beim Spielen zugefügt haben, so die Aussage des Vaters. Weitere Hämatome hatte die Hebamme nicht gesehen. In der Nacht vom 16. auf den 17. November 2019 soll es dann zum Übergriff des Vaters auf seinen kleinen Sohn gekommen sein. Der Vater wird beschuldigt, seinen Sohn auf den Kopf geschlagen und ihn am Brustkorb gepackt zu haben. Das Baby wurde lebensgefährlich verletzt.

Der Vater muss sich ab Freitag wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen vor dem Landgericht Regensburg verantworten. Es sind drei Verhandlungstage angesetzt.


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