30.05.2020, 12:13 Uhr

Stellenverteilungskonzept 5.725 zusätzliche Polizeistellen in 13 Jahren – 620 davon gehen nach Niederbayern

 Foto: Jörg Hüttenhölscher/123rf.com Foto: Jörg Hüttenhölscher/123rf.com

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat heute in München gemeinsam mit Landespolizeipräsident Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer das Konzept zur Neuverteilung aller ab 2023 zur Verfügung stehenden 37.786 Stellen für Beamtinnen und Beamte der Bayerischen Polizei vorgestellt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat heute in München gemeinsam mit Landespolizeipräsident Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer das Konzept zur Neuverteilung aller ab 2023 zur Verfügung stehenden 37.786 Stellen für Beamtinnen und Beamte der Bayerischen Polizei vorgestellt.

Bayern. „Mit unserem Stellenkonzept ,Die Bayerische Polizei 2025‘ sind wir bestmöglich für die künftigen Herausforderungen gewappnet“, erklärte Herrmann. „Wir schaffen von 2010 bis 2023 5.725 zusätzliche Polizeistellen.“ Mit dann insgesamt mehr als 45.000 Beamten, Beamten in Ausbildung sowie Arbeitnehmern wird der höchste Personalumfang in der Geschichte der Bayerischen Polizei erreicht. Bereits bis Ende 2025 kann der Großteil der auf den neuen Stellen eingestellten Polizistinnen und Polizisten nach Ausbildungsende den Dienst bei den Polizeidienststellen antreten. Bis dahin soll auch die Zuweisung der Stellen an die Verbände der Bayerischen Polizei abgeschlossen sein. „Diese Stärkung wird insbesondere der Polizeipräsenz vor Ort zu Gute kommen“, kündigte Herrmann an. „Gepaart mit einer hervorragenden Ausstattung können wir damit unseren Vorsprung bei der Inneren Sicherheit weiter ausbauen. Sicherheit durch Stärke bleibt unser Motto!“

Wie der Innenminister erläuterte, werden die 37.786 Beamtenstellen nach einem belastungsorientierten Schlüssel an die Verbände der Bayerischen Polizei neu verteilt. Die Stellenbestände im Jahr 2025 werden wie folgt sein (in Klammern die Zuwächse von 2010 bis 2025):

•Polizeipräsidium Oberbayern Nord: 3.041 (plus 760 Stellen)

•Polizeipräsidium Oberbayern Süd: 2.680 (plus 378 Stellen)

•Polizeipräsidium München: 6.006 (plus 704 Stellen)

•Polizeipräsidium Niederbayern: 2.583 (plus 620 Stellen)

•Polizeipräsidium Oberpfalz: 2.505 (plus 383 Stellen)

•Polizeipräsidium Oberfranken: 2.416 (plus 297 Stellen)

•Polizeipräsidium Mittelfranken: 4.741 (plus 723 Stellen)

•Polizeipräsidium Unterfranken: 2.772 (plus 339 Stellen)

•Polizeipräsidium Schwaben Nord: 2.154 (plus 663 Stellen)

•Polizeipräsidium Schwaben Süd/West: 2.012 (plus 371 Stellen)

•Bayerische Bereitschaftspolizei: 5.217 (plus 74 Stellen)

•Bayerisches Landeskriminalamt: 1.427 (plus 392 Stellen)

•Bayerisches Polizeiverwaltungsamt: 232 (plus 21 Stellen)

„Damit profitieren unsere Landespolizeipräsidien mit Abstand am meisten von den zusätzlichen Polizeistellen“, fasste Herrmann zusammen. „Auf dieser Basis können die Polizeipräsidien grundsätzlich eigenverantwortlich die Verteilung der Stellen bei ihren Dienststellen prüfen und diese gegebenenfalls anpassen.“

Für Dienststellen mit bayernweiter Zuständigkeit wie zum Beispiel die Polizeiinspektionen Spezialeinheiten, die Gemeinsamen Zentren Schwandorf und Passau sowie für den Ausbau der Reiterstaffeln bekommen die zuständigen Verbände als fachliche Sonderzuweisung insgesamt 719 Stellen. Der belastungsorientierten Zuweisung für den Großteil der Stellen bei den Landespolizeipräsidien liegt nach Herrmanns Worten ein komplexes Berechnungsmodell zugrunde. Mit 80 Prozent ist die Arbeitsbelastung der Hauptfaktor, der vor allem die Kriminal- und Verkehrsunfallstatistik berücksichtigt, aber auch die ,urbane Konzentration‘, also Zusatzbelastungen für die Polizei beispielsweise durch Versammlungen sowie Sport– und Kulturveranstaltungen. Außerdem werden Bevölkerungszahl und Fläche mit jeweils zehn Prozent einbezogen. Bei den Polizeipräsidien Oberbayern Süd, Niederbayern, Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken und Schwaben Süd/West sind auch die insgesamt 1.000 Stellen für den Ausbau der Bayerischen Grenzpolizei eingerechnet.


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