29.04.2020, 11:43 Uhr

Fund in München Auch die Kampfmittelbeseitigung ist in Corona-Zeiten komplizierter

 Foto: Ursula Hildebrand Foto: Ursula Hildebrand

Für die Bauarbeiten zur zweiten Stammstrecke in Müchen wird das Baufeld fortwährend auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg sondiert. Bei diesen Sondierungsarbeiten wurden im Gleisbereich auf Höhe der Laimer Unterführung zwei verdächtige Metallgegenstände in zwei Metern Tiefe und einem Abstand von zehn Metern detektiert.

München. Entschärfungen von Fliegerbomben gehören mittlerweile schon fast zum Alltag – jedoch nicht während der Corona-Krise. Die Planungen für eine Entschärfung, sollte es sich tatsächlich um Kampfmittel handeln, sind nun nahezu abgeschlossen. Am Samstag, 2. Mai, ab 7 Uhr, werden die verdächtigen Gegenstände durch Spezialisten freigelegt, sodass etwa gegen 13 Uhr feststeht, um was es sich handelt und wie das weitere Vorgehen sein wird.

Während dieser Zeit wird es nicht zu Einschränkungen kommen. Sollte sich der Verdacht auf Kampfmittel bestätigen, ist die Entschärfung für Sonntag, 3. Mai, geplant. Für diesen Fall werden die betroffenen Anwohner noch am Samstag mit einer Wurfsendung und mit Lautsprecherwagen informiert. Personen im markierten Bereich (siehe Karte) müssten dann ihre Wohnungen am Sonntag bis 9.00 Uhr verlassen haben. Als Akutbetreuungsstelle steht die Olympiahalle zur Verfügung. Anwohner die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, oder Hilfe beim Verlassen ihrer Wohnung benötigen, sollten unter der Telefonnummer 089/ 233-44740 bereits im Vorfeld einen Krankentransportwagen bestellen. Diese Telefonnummer steht auch als Hotline für Fragen rund um die Räumung zur Verfügung. Natürlich wird, bedingt durch die Corona-Krise, besonders auf die Einhaltung des Infektionsschutzes geachtet.

Folgende Maßnahmen sind vorgesehen:

Bewohner mit Krankheitssymptomen und Personen in Quarantäne

werden in eine eigene Akutbetreuungseinrichtung gebracht.

Es ist erforderlich einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Sofern ein eigener Pkw vorhanden ist, sollte dieser genutzt werden, um den Sperrbereich zu verlassen.

In zur Verfügung gestellten Bussen ist besonders auf Mund-Nasen-Schutz und Abstand zu achten.

Für Bewohner, die gemeinsam in einem Haushalt leben, werden in der Olympiahalle eigene Flächen zur Verfügung gestellt.

Hygienefachkräfte überwachen die Maßnahmen.

Dauer der Maßnahme unbekannt

Über den Zeitpunkt, ab wann die Betroffenen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können, informieren wir über die Medien und in der Betreuungsstelle. Dies kann sich jedoch bis in die Nachmittagsstunden hinziehen.

Mit viel Glück handelt es sich aber um harmlose Metallgegenstände und eine Entschärfung bzw. Räumung wird gar nicht erst nötig. Sollte dies der Fall sein, werden wir ebenso über das Internet unter www.feuerwehr-muenchen.de und die sozialen Medien informieren. Ein Hinweis für Fahrgäste der S-Bahn: Im Falle einer Räumung passieren die S-Bahnen den S-Bahnhof Laim am Sonntag, 4. Mai, ab 8.30 Uhr, ohne Halt. Während der Zeit der Entschärfung wird der Fahrbetrieb komplett eingestellt. Über weitere Einschränkungen im Bahnverkehr gibt die Deutsche Bahn über ihre einschlägigen Informationskanäle Auskunft.


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