11.01.2020, 10:39 Uhr

Hoher Schaden Brennender Christbaum löst Zimmerbrand aus – zwei Schwerverletzte

(Foto: Lutsenko Oleksandr/123rf.com)(Foto: Lutsenko Oleksandr/123rf.com)

Am späten Freitagabend, 10. Januar, 20.19 Uhr, ist es in der Reismühlenstraße in München zu einem Christbaumbrand mit anschließendem Zimmerbrand gekommen. Dabei erlitten zwei Bewohner schwere Brandverletzungen.

MÜNCHEN Ein Passant bemerkte Rauch aus einem Fenster des Mehrfamilienhauses und informierte die Feuerwehr. Gleichzeitig meldete das Hausnotrufsystem aus der Brandwohnung einen ausgelösten Rauchwarnmelder. Als die Einsatzkräfte an der Adresse eintrafen, war ein deutlicher Feuerschein an einem Fenster im ersten Obergeschoss zu sehen. Da der Eingang zum Treppenraum des Gebäudes versperrt war und niemand die Türe öffnetet, entschied der Einsatzleiter einen Trupp zur Menschenrettung und Brandbekämpfung über tragbare Leitern einzusetzen.

Zeitgleich öffneten weitere Feuerwehrkräfte gewaltsam die Eingangstür und gingen über den Treppenraum in das erste Obergeschoss vor. Die Einheit über die Steckleiter war zuerst in der Brandwohnung. Im Brandraum fanden sie eine 94-jährige Dame mit schwersten Brandverletzungen vor. Sie wurde von dem Trupp über den Treppenraum gerettet. Kurze Zeit darauf fanden die Kräfte den 81-jährigen Ehemann der Frau im Badezimmer. Auch er wurde mit teils schweren Verbrennungen von den Einsatzkräften über den Treppenraum gerettet. Mithilfe eines C- Rohres konnte das Feuer im Wohnzimmer anschließend schnell gelöscht werden. Da die Wohnungen vom Erdgeschoss bis zum Dachgeschoss über eine interne Wendeltreppe miteinander verbunden sind, kam es zu einer Brandrauchausbreitung.

Die restlichen Wohnungen wurden von den Einsatzkräften kontrolliert und abschließend mit einem Hochleistungslüfter belüftet. Es befanden sich keine weiteren Personen im Gebäude. Das Ehepaar aus der Brandwohnung wurde nach einer kurzen Behandlungszeit vor Ort durch den Rettungsdienst in Münchner Kliniken transportiert. Der Sachschaden wird vonseiten der Feuerwehr auf einen fünfstelligen Betrag geschätzt.


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