02.12.2019, 15:38 Uhr

Betrüger im Netz Vorsicht vor Fake-Shops im Internet – Polizei gibt Tipps zu Online-Shopping

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

In der Weihnachtszeit wird kräftig online eingekauft. Aber auch genügend Betrüger tummeln sich gerade in der besinnlichen Zeit im Netz und versuchen ihre ahnungslosen Opfer um ihr Geld zu bringen. Die Polizei gibt aus aktuellem Anlass Tipps zu Einkäufen im Internet.

INGOLSTADT In den letzten Wochen nahmen die Kriminalpolizeiinspektionen im Dienstbereich des Polizeipräsidium Oberbayern Nord wieder vermehrt Betrugsanzeigen auf. Mehrere Bürger waren auf sogenannte Fake-Shops hereingefallen und hatten online Waren im Wert von mehreren hundert Euro, bei augenscheinlich seriösen Händlern, bestellt. Als dann die gekauften Produkte nicht geliefert wurden, kam Misstrauen auf und sie erstatteten Anzeige wegen Betrugs.

Immer wieder fallen Verbraucher im Internet auf sogenannte Fake-Shops herein und bekommen weder Ware geliefert, erhalten sie ihr bezahltes Geld zurück. In diesem Zusammenhang gibt die Kriminalpolizei einige Tipps, wie sich Bürger davor schützen können Opfer zu werden beziehungsweise wie sie sich richtig verhalten, falls sie Opfer wurden.

Vorbeugung ist wichtig

Fake Shops sind betrügerisch angelegte günstige Online-Shops, die im Regelfall nur für wenige Tage online sind und Produkte anbieten. Nach einer Zahlung mittels Vorauskasse wird die versprochene Ware nicht geliefert und der Shop verschwindet wieder aus dem Internet.

Bis vor einiger Zeit waren Fake-Shops daher vielfach am fehlenden Impressum, keinen Angaben im Bereich der Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder an Rechtschreibfehlern vergleichsweise einfach zu erkennen. Das hat sich geändert, da die Betrüger immer professioneller vorgehen und mittlerweile Shops erstellen, die nicht so leicht zu erkennen sind.

Die Polizei rät:

- Bezahlen Sie nicht mittels Überweisung (Vorauskasse).

- Seriöse Shops bieten auch einen Bezahlservice oder Möglichkeiten mit Käuferschutz an.

- Überprüfen Sie den Namen des Shops über eine Suchmaschine im Internet (kombinieren Sie auch den Namen des Shops mit den Wörtern „Erfahrungen“ oder „Betrug“).

- Seien Sie misstrauisch, wenn der Shop keine Kundenhotline. Und auch falls doch: Rufen Sie an und fragen Sie eine persönliche Abholung an, auch wenn Sie dies nicht beabsichtigen.

- Überprüfen Sie den Namen des Shops über die Internetadresse http://whois.domaintools.com oder www.denic.de. Hier können Sie feststellen, auf welchen Domaininhaber der Shop registriert ist. Sind hier Adressen im Ausland angegeben und stimmt der Domaininhaber nicht mit dem Inhaber im Impressum überein, sollten Sie skeptisch werden.

Verhalten im Betrugsfall

Wer schon Geld überwiesen hat, sollte umgehend seine Bank informieren und versuchen, das Geld zurückzufordern. Es ist aber Eile geboten, da erlangte Gelder jederzeit durch die Täter abgehoben werden können. „Zeigen Sie den Vorgang umgehend bei einer Polizeidienststelle an und bringen Sie hier Unterlagen wie zum Beispiel eine Kaufbestätigung mit“, rät die Polizeiinspektion Oberbayern Nord.


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