25.10.2019, 16:30 Uhr

Tätlicher Angriff und Widerstand Knock-out bei Rauferei zwischen Jugendlichen und Betrunkenem am ZOB in Ingolstadt

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Am späten Donnerstagnachmittag, 24. Oktober, gerieten zwei Jugendliche am Busbahnhof mit einem alkoholisierten Mann in Streit, der sich im weiteren Verlauf zu einer Rauferei entwickelte. Die 13- und 14-Jährigen schlugen dabei gemeinsam auf den 27-jährigen Ingolstädter ein. Während der jüngere der beiden mit den Fäusten zuschlug und dem Mann eine Ohrfeige gab, verpasste der ältere ihm einen Kinnhaken, so dass dieser zu Boden ging und mit dem Kopf auf der Straße aufschlug. Der Angegriffene zog sich dabei eine Platzwunde am Hinterkopf zu und verlor kurzzeitig das Bewusstsein. Der Verletzte wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus verbracht. Ein Alkoholtest bei ihm ergab über 1,2 Promille.

INGOLSTADT Bis zum Eintreffen der Polizei hatten sich die beiden Jugendlichen bereits aus dem Staub gemacht. Bei der Aufnahme der Personalien von anwesenden Personen zeigte sich eine 25-jährige Ingolstädterin äußerst unkooperativ und aggressiv. Dies ging so weit, dass sie den Beamten Schläge androhte. Aufgrund ihres Verhaltens wurde die Frau, eine Bekannte des Verletzten, in Gewahrsam genommen und zur Dienststelle verbracht. Dabei trat sie nach den Beamten und schlug in deren Richtung. Eine Polizistin erhielt einen Tritt gegen den Oberschenkel, konnte aber ihren Dienst weiterhin verrichten.

Die beiden Jugendlichen wurden kurz nach der Rauferei im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen am Nordbahnhof festgenommen. Sie wurden zur Dienststelle verbracht und dort ihren Eltern übergeben. Gegen die Jungen wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Der 27-Jährige muss sich ebenfalls strafrechtlich verantworten. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen Körperverletzung eingeleitet, da er selbst bei der Auseinandersetzung zuschlug. Seine Begleiterin, die nicht alkoholisiert war, machte sich unter anderem wegen Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Widerstands strafbar.


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