20.08.2019, 00:00 Uhr

Schriftliche und praktische Prüfung Drehleiter-Lehrgang auf Kreisebene – Einsatz unter schwierigen Bedingungen

(Foto: KBM Martin Godesar)(Foto: KBM Martin Godesar)

Sollten Sie schon mal ein Bild gesehen haben, auf dem ein Kind ein Fahrzeug der Feuerwehr gemalt hat, dann war dieses höchstwahrscheinlich mit einer großen Leiter auf dem Dach ausgestattet. Obwohl die Drehleiter als Sonderfahrzeug nur bei wenigen Feuerwehren in der Garage steht, ist sie trotzdem bei vielen Bürgern der Inbegriff eines Feuerwehrfahrzeuges.

LANDKREIS KELHEIM Auch im Landkreis Kelheim werden insgesamt acht Drehleitern und eine Hubarbeitsbühne vorgehalten, um Menschen aus Gefahren in Höhen, aber auch aus Tiefen, zu retten. Vor allem stellen die gemeindlichen Feuerwehren dadurch den baurechtlich geforderten zweiten Rettungsweg für höhere Gebäude sicher. Die vielen Vorteile, die eine Drehleiter bei der Rettung von Menschen und beim Löschen von Bränden ermöglicht, erfordern im Gegenzug aber auch eine spezielle Ausbildung. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, organisierte die Feuerwehrführung des Landkreis Kelheim zum ersten Mal einen Lehrgang auf Landkreisebene, der in Anlehnung an den Musterausbildungsplan für Drehleitermaschinisten durchgeführt wurde. Erfreulicher Weise konnten mehrere Lehrkräfte der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg gewonnen werden, die diese besondere Ausbildung in ihrer Freizeit durchführten.

Der Lehrgang, an dem insgesamt 24 Kameraden aus den Feuerwehren Abensberg, Bad Abbach, Kelheim, Langquaid, Mainburg, Neustadt an der Donau, Riedenburg sowie den Werkfeuerwehren Byernoil Neustadt und Kelheim Fibres teilnahmen, fand in der Zeit vom 6. bis einschließlich 27. Juli statt. Die theoretische Ausbildung erfolgte im Gerätehaus der Feuerwehr Kelheim. Für den praktischen Teil des Lehrgangs wurden das Übungsgelände der Feuerwehr Kelheim und verschiedene Objekte im Kelheimer Stadtgebiet genutzt. Dabei wurden vor allem auch enge Feuerwehrzufahrten an großen Wohn- und Geschäftshäusern angefahren, um dort unter schwierigen Bedingungen den Einsatz einer Drehleiter zur Personenrettung und Brandbekämpfung üben zu können. Am Ende der Ausbildung mussten sich die Teilnehmer einer schriftlichen und praktischen Prüfung stellen, die von allen mit sehr gutem Ergebnis absolviert wurden.


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