24.07.2019, 22:37 Uhr

Präventionshinweise Die niederbayerische Polizei warnt vor dem Betrug mit der vorgetäuschten Liebe

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Zum internationalen „Tag der virtuellen Liebe“ am Mittwoch, 24. Juli, möchte das Polizeipräsidium Niederbayern auf eine besonders perfide , allerdings nicht neue Form des Betruges aufmerksam machen – dem so genannten Romance- oder Lovescamming. „Seien Sie nicht leichtsinnig, auch wenn zwischen der vermeintlichen Traumfrau oder dem vermeintlichen Traummann nur wenige Klicks mit der Computermaus liegen.“

NIEDERBAYERN Ein kurzer Chat oder eine nette Mail von einem Unbekannten. In der Regel fängt Kontaktaufnahme der sog. Love-Scammer (engl. Betrüger) harmlos an. Gezielt suchen diese auf einschlägigen Online-Partnerbörsen oder in sozialen Netzwerken nach potentiellen Opfern. Mit einer kurzen Einladung zu einem Chat fängt die unverfänglich wirkende Kontaktaufnahme an.

Mit ungewöhnlichen und interessant klingenden Lebensgeschichten versuchen die Betrüger bei ihrem Gegenüber, häufig unterstrichen mit einem attraktiven Foto, Eindruck zu erwecken. Ist der Kontakt erst einmal geknüpft, werden die Opfer mit ständigen Liebesbekundungen und Aufmerksamkeiten überschüttet, allerdings nur mit einem einzigen Ziel – dem Opfer das Geld aus der Tasche zu ziehen. Im Laufe der unzähligen Chats bitten die virtuellen Partner schließlich ganz beiläufig um Geld, weil sie zum Beispiel während einer Geschäftsreise unvorhergesehen in finanzielle Not geraten sind oder für eine Operation ihres Kindes dringend Geld benötigen würden. Das sind nur zwei Beispiele der vielen Geschichten der Scammer, um an das Geld ihrer ahnungslosen Opfer und zu diesem Zeitpunkt schon sehr oft emotional abhängigen Chatpartner zu gelangen.

Wie erkenne ich einen Romance- oder Lovescammer?

Über soziale Netzwerke oder einschlägige Partnerbörsen gelangen die Scammer an Mail-Adressen. Eine kurze Mail, in der Regel in englischer Sprache, dient als erstes Lockmittel und Einladung zum Chat. Scammer locken bevorzugt mit schönen Bildern, „Scamm-Frauen“ sind dabei oft leicht bekleidet, während „Scamm-Männer“ häufig Bilder in Uniform benutzen. Die ausgewählten Opfer werden schon nach wenigen Chats mit langen Briefen und Liebesschwüren überhäuft. Auch mittels seriös wirkenden Mails wollen die Scammer alles über ihre Opfer erfahren, um auf diese Weise in den Chats auf ihr Gegenüber eingehen und einwirken zu können.

Geben Sie im Internet einfach den Namen ihrer neuen Internetbekanntschaft mit dem Zusatz „Scammer“ in der Suchmaschine ein – in vielen Fällen kann über die Suchmaschine ein möglicher Verdacht bereits bestätigt werden. Zahlen oder überweisen Sie niemals Geld an fremde Personen, insbesondere nicht an solche, die Sie erst kürzlich im Internet kennengelernt haben.

Weitere Informationen zum Thema „Scamming“ gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de und www.polizei-beratung.de.


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