19.07.2019, 12:46 Uhr

Mehr Sicherheit Body-Cams sind nun auch bei der Polizei in Kelheim im Einsatz

(Foto: PI Kelheim)(Foto: PI Kelheim)

Die kleinen tragbaren Kameras sind zwischenzeitlich bei der PI Kelheim eingetroffen, die Schulungen laufen auf Hochtouren und die ersten Beamten hatten die Kamera bereits im Außeneinsatz dabei.

KELHEIM Der erfolgreiche Pilotversuch in Augsburg, München und Rosenheim ebnete den Weg der Body-Cam in das Polizeipräsidium Niederbayern. Vergangene Woche wurde die Kamera in Straubing bereits vorgestellt, nun wurde auch die PI Kelheim mit der entsprechenden Ausrüstung ausgestattet. Die ersten Beamten haben die Schulung bereits abgeschlossen und dürfen die Kamera nun tragen und einsetzen. Die Kameras werden auf der Brust getragen und sind mit ihrer gelben Farbe und einem Hinweisschild mit der Aufschrift „Audio/Video“ kaum zu übersehen. Wenn sich eine brenzlige Situation anbahnt, wird die Kamera durch einen Knopfdruck aktiviert. Grundsätzlich wird das durch den Beamten zuvor angekündigt.

Die PI Kelheim erhofft sich ähnlich positive Effekte wie bei den Pilot-Dienststellen. Die Body-Cam kann die Chancen für eine eskalationsfreie Einsatzbewältigung erhöhen und trägt zu einer höheren Hemmschwelle bei möglichen Tätern vor gewalttätigen Übergriffen bei. Insbesondere im Hinblick auf Großveranstaltungen, wie das bevorstehende Volksfest in Kelheim oder der Gillamoos in Abensberg, sollen die Body-Cams die Sicherheit der Einsatzkräfte erhöhen. Alkoholbedingte Aggression lässt sich bei Volksfesten dieser Größe nicht verhindern, aber Dienststellenleiter Erich Banczyk erhofft sich einen spürbaren präventiven Effekt durch den Einsatz der Body-Cams: „In der Vergangenheit kam es im Zusammenhang mit Großveranstaltungen immer wieder zu Übergriffen auf Polizeibeamte, auch kleinere Vorfälle wie Beleidigungen gegen Einsatzkräfte gehörten zum Geschäft dazu. Wenn wir mit der Body-Cam hier eine positivere Bilanz ziehen können, wäre das ein toller Erfolg!“

Auch wenn die Body-Cam nicht jeden tätlichen Übergriff verhindern kann, so trägt sie als Teil eines ganzen Maßnahmenpakets sicherlich entscheidend zur Erhöhung der Sicherheit unserer Einsatzkräfte bei. „Wenn sich ein Täter tatsächlich nicht von der Kamera abschrecken lässt, dann hat er es zumindest bei einer Gerichtsverhandlung etwas schwerer sich aus der Sache herauszureden“, so Polizeikommissar Alexander Reichsthaler, der die Schulungen bei der PI Kelheim durchführt. Die Aufnahmen der Body-Cams können nach einer Prüfung der Staatsanwaltschaft als Beweismittel im Verfahren zugelassen werden.


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