14.06.2019, 21:11 Uhr

Spezialtechnik Lasergestütztes Sentry-Überwachungssystem schützt Einsatzkräfte

Einweisung der Helfer in die neuen Geräte. (Foto: THW Kelheim)Einweisung der Helfer in die neuen Geräte. (Foto: THW Kelheim)

Mit einem neuen, Sentry (Wächter) genannten Überwachungssystem schützt das THW in Kelheim zukünftig die Einsatzkräfte in der Region bei Rettung-, Lösch- und Bergungsarbeiten.

KELHEIM Immer wieder kommt es vor, das Gebäude nach Bränden oder Unfällen beschädigt oder durch die Hitze eines Feuers instabil werden. Diese Situationen sind für die Einsatzkräfte schwer einzuschätzen und dadurch sehr gefährlich. Hier hilft in Zukunft das lasergestützte Sentry-Überwachungssystem. Dabei werden die betroffenen Strukturen, zum Beispiel Giebel, Wände, Decken oder Dachkonstruktionen, permanent mit Laserstrahlen überwacht. Im Falle einer Bewegung wird sofort ein lauter Alarm ausgelöst, die Einsatzkräfte können den gefährdeten Bereich verlassen. Die neuen Geräte sind in wenigen Minuten in Stellung gebracht und reagieren auf Bewegungen im Millimeterbereich.

Bayernweit verfügt das THW über zwei ähnliche, komplexere Systeme. Diese sind in Berchtesgaden und Schweinfurt stationiert und haben eine entsprechend lange Eintreffzeit. Um diese Lücke zu schließen, investierte der Förderverein des Ortsverbandes Kelheim über 20.000 € um die Ausstattung in den Landkreis Kelheim zu holen und zukünftig einen enormen Zeitvorteil für die Retter zu erreichen. Regelmäßig unterstützt der Förderverein den Ortsverband bei der Beschaffung besonderer, nicht durch Bundesmittel finanzierbarer Technik. Das Ziel dieser aus Spenden von Bürgern und Unternehmen sowie Mitgliedsbeiträgen finanzierten Beschaffungen ist die Versorgung der Bürger des Landkreises Kelheim im Notfall zu verbessern und Ausstattungslücken zu schließen. Immer wieder wird das THW mit dieser Spezialtechnik auch außerhalb des Landkreises eingesetzt. Nach einer intensiven Einweisung durch den Hersteller und vielen Stunden Training steht das Sentry-Überwachungssystem nun für Einsätze zur Verfügung und kann von den zuständigen Stellen, wie zum Beispiel den Feuerwehren oder der Polizei, über die Rettungsleitstelle rundum die Uhr angefordert werden.


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