22.05.2019, 12:55 Uhr

Zeugen gesucht Reh in den Tod gehetzt – die Polizei bittet um Hinweise zu einem Vorfall im Bereich Weltenburg

(Foto: Burdyak/123rf.com)(Foto: Burdyak/123rf.com)

Bereits am Wochenende berichtete die Polizei von einem Vorfall mit einem zu Tode gehetzten Reh im Bereich Weltenburg. Allem Anschein nach wurde das Reh am Donnerstag oder Freitag, 16. oder 17. Mai, von einem freilaufenden Hund gehetzt und stürzte schließlich eine Steilwand hinab.

KELHEIM Die Polizei Kelheim hat in dieser Sache nun Ermittlungen wegen des Verdachts auf Jagdwilderei aufgenommen. In jedem Fall liegt eine Ordnungswidrigkeit nach dem Bayerischen Jagdgesetz vor, wenn der Hundehalter in einem Jagdgebiet nicht mehr auf sein Tier einwirken kann. Heißt, der Hund muss im Wald an einer Leine geführt werden oder muss in jedem Fall den Anordnungen des Hundehalters folgen. Wenn dies nicht gewährleistet werden kann und der Hund folglich unbeaufsichtigt durch den Wald streift, kommen genannte Tatbestände in Betracht. Der Jagdtrieb des Hundes kann, wie in diesem Fall, schwerwiegende Folgen für Wildtiere haben. Da Hunde nicht zwingend das Reh fassen wollen, sondern bereits Freude am bloßen Jagen haben, werden die Rehe teilweise bis zur völligen Erschöpfung gehetzt, was auch im Nachgang noch zum Tod des Tieres führen kann.

Zeugenhinweise zu dem Vorfall werden bei der PI Kelheim unter der Telefonnummer 09441/ 5042-0 entgegengenommen.

Hier geht‘s zur Erstmeldung:

Von Hunden gehetzt – Reh stürzt Steilhang hinunter


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