26.03.2019, 14:07 Uhr

Über 2.200 Strafverfahren Im Jahre 2018 hat der Münchner Zoll 8,7 Milliarden Euro erwirtschaftet

(Foto: Hauptzollamt München)(Foto: Hauptzollamt München)

Im Jahre 2018 hat der Münchner Zoll 8,7 Milliarden Euro Haushaltseinnahmen erwirtschaftet, rund 2,4 Millionen Sendungen abgefertigt und über 2.200 Strafverfahren wegen Schwarzarbeit geführt. „Damit leisteten die Beschäftigten des Hauptzollamts München auch im vergangenen Jahr einen sehr wichtigen Beitrag zur Sicherung der Staatseinnahmen, für einen fairen Wettbewerb und zum Schutz der Verbraucher“, so der Leiter des Hauptzollamts München, Gerhard Rittenauer.

MÜNCHEN Das Hauptzollamt München hat im Jahr 2018 rund 8,7 Milliarden Euro für die Kassen des Bundes, der Europäischen Union und für das Land Bayern eingenommen. Die Haupteinnahmequelle waren dabei die Verbrauchsteuern. Darunter machte die Tabaksteuer mit 4,6 Milliarden Euro den größten Anteil aus. Die den Ländern zustehende Biersteuer brachte dem Land Bayern rund 44 Millionen Euro ein.

Außenprüfung

Der Prüfungsdienst des Hauptzollamts München, der auf den Gebieten Zoll, Warenursprung und Präferenzen, Verbrauchsteuern sowie Außenwirtschaftsrecht tätig ist, hat im vergangenen Jahr 431 Prüfungen vorgenommen. Dabei forderte der Zoll von verschiedenen Firmen rund zehn Millionen Euro nach und erstattete 1,8 Millionen Euro.

Finanzkontrolle Schwarzarbeit – Schaden von der Allgemeinheit abwenden

Illegale Beschäftigung, Schwarzarbeit und Sozialleistungsbetrug schädigen die Gemeinschaft auf vielfältige Weise. Kein Unternehmen, das seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ordnungsgemäß beschäftigt, kann mit Firmen konkurrieren, die rechtswidrig Arbeitskräfte einsetzen. Mit seinem Einsatz hiergegen trägt der Zoll zur gerechten und korrekten Abführung der Abgaben, wie zum Beispiel den Sozialversicherungsbeiträgen, und damit zur Stabilisierung unserer Sozialsysteme bei. Sozialbetrüger, illegal oder schwarz Beschäftigte und ihre Auftraggeber schaden der Allgemeinheit: Sie betrügen die Sozialversicherung, hinterziehen Steuern und vernichten legale Arbeitsplätze.

Die Bediensteten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit München haben im Jahre 2018 insgesamt 1000 Arbeitgeber aus allen Wirtschaftsbranchen risikoorientiert überprüft.

Es wurden zwölf Millionen Euro Schadenssumme ermittelt und zugleich erhebliche Vermögenswerte von Beschuldigten gesichert, über 120 Personen festgenommen, in rund 2.200 Strafverfahren neben zahlreichen Geldstrafen auch Freiheitsstrafen von insgesamt 54 Jahren verhängt.

Der Zoll am Flughafen München – Sicherheit für die Bürger

„Haben Sie Waren anzumelden?“ Auf diese Frage lässt sich die Arbeit des Zolls schon lange nicht mehr reduzieren. Rund 400 Zöllnerinnen und Zöllner sichern am Münchner Flughafen die Leistungsfähigkeit unseres Gemeinwesens und fördern den Wirtschaftsstandort Deutschland. Sie schützen die Wirtschaft vor Wettbewerbsverzerrungen, die Verbraucher vor gefährlichen Waren aus dem Ausland und die Bevölkerung vor den Folgen grenzüberschreitender organisierter Kriminalität.

Rauschgift

Die Beamten stellten im vergangenen Jahr bei zahlreichen Rauschgiftschmuggelfällen insgesamt 262 Kilogramm Rauschgift fest. Dabei wurden Kokain, Ecstasy und Khat aus dem Verkehr gezogen.

Verbotene Gegenstände und Waffen

Insgesamt 372 verbotene Waffen, primär Schlagringe, Wurfsterne, Butterfly- sowie Springmesser haben die Zöllner am Flughafen sichergestellt.

Artenschutz

Die Zöllner registrierten 78 Verstöße gegen das Washingtoner Artenschutzübereinkommen. 561 Verarbeitungserzeugnisse, wie beispielsweise Lederwaren aus Reptilienleder oder Cremes mit Bestandteilen geschützter Pflanzen, wurden den Reisenden im Laufe des vergangenen Jahres abgenommen.

Strafverfahren

Weil Reisende ihre Mitbringsel nicht beim Zoll am Flughafen München anmeldeten, wurden insgesamt 1.694 Strafverfahren eingeleitet. Als „abgabenrechtliche Sanktion“ wurde bei 2.483 Personen ein Zollzuschlag erhoben.

Zollamt München-Flughafen – Partner der Wirtschaft

Das Zollamt München-Flughafen überwacht die Ein-, Aus- und Durchfuhr von Waren und setzt die zu erhebenden Einfuhrabgaben fest. Im vergangenen Jahr haben die Zöllnerinnen und Zöllner knapp 1,01 Milliarden Euro an Zöllen und Einfuhrumsatzsteuer erhoben. Insgesamt haben die Zöllner über 1,6 Millionen Ausfuhr- und 137.000 Einfuhrsendungen (*) abgefertigt.

Zollamt Garching-Hochbrück

Das Zollamt ist zuständig für die Einfuhr- und Ausfuhrabfertigung der Millionen-Stadt München. Dazu gehören auch die rund 55.000 Postsendungen, die sich die Bürgerinnen und Bürger aus Nicht-EU-Ländern haben schicken lassen. Insgesamt haben die Beamten im vergangenen Jahr 813. 000 Ausfuhr- und 112.000 Einfuhrsendungen (*) abgefertigt und über 95 Millionen Euro an Zöllen und Einfuhrumsatzsteuer erhoben.“

Produktfälschungen

Wie im vergangenen Jahr landeten wieder einmal zahlreiche Waren mit Fälschungen angesagter Markenprodukte beim Münchner Zoll. Im Jahr 2018 wurden 420 Verstöße registriert. Insgesamt wurden rund 7.500 gefälschte Markenartikel, vornehmlich Schuhe und elektronische Artikel im Wert von rund 1,9 Millionen Euro, aus dem Verkehr gezogen.


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