20.03.2019, 11:36 Uhr

Sicherheitslage „hervorragend“ Im Zehn-Jahres-Vergleich – Tiefststand bei den erfassten Straftaten in Niederbayern

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Am Dienstag, 19. März, wurde der Sicherheitsbericht 2018 des Polizeipräsidiums Niederbayern veröffentlicht. Im Rahmen eines Pressegespräches stellten Polizeipräsident Herbert Wenzl, Polizeivizepräsident Manfred Jahn und Leitender Kriminaldirektor Paul Mader den Sicherheitsbericht 2018 des Polizeipräsidiums Niederbayern vor.

NIEDERBAYERN Herbert Wenzl betonte dabei, dass die Sicherheitslage in Niederbayern als „hervorragend“ bezeichnet werden kann. Von 2017 auf 2018 war ein Rückgang der Straftaten zu verzeichnen, im Zehn-Jahres-Vergleich markierte das vergangene Jahr sogar den Tiefststand bei den erfassten Straftaten. Das Polizeipräsidium Niederbayern weist die niedrigste Häufigkeitszahl im bayernweiten Vergleich auf und kann erneut eine überdurchschnittliche Aufklärungsquote vorweisen.

Im Jahr 2018 wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern 47.083 Straftaten statistisch erfasst, dies stellt einen Rückgang um 301 Delikte oder 0,6 Prozent dar. Zugleich handelt es sich um den niedrigsten Wert im 10-Jahres-Vergleich. Ohne Berücksichtigung der ausländerrechtlichen Verstöße wurden 43.550 Delikte erfasst, hier sind die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr marginal gestiegen.

Die Aufklärungsquote (AQ) lag mit 68,2 Prozent (2017: 68 Prozent) deutlich über dem bayerischen Durchschnitt von 64,5 Prozent. Mit einer Häufigkeitszahl (HZ) von 3.541 Straftaten pro 100.000 Einwohner (ohne ausländerrechtliche Delikte) liegt das Polizeipräsidium Niederbayern erheblich unter dem Landesdurchschnitt von 4.571 und weist dabei im Vergleich mit den anderen bayerischen Polizeipräsidien den niedrigsten Wert auf. Es konnten 29.684 Fälle geklärt und dabei 21.955 Tatverdächtige ermittelt werden. Wie in den letzten Jahren war auch 2018 die überwiegende Zahl der Tatverdächtigen mit 78,2 Prozent männlich. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 6.861 Personen (31,3 Prozent aller Tatverdächtigen).

10.449 Menschen wurden 2018 Opfer einer Straftat. Dies stellt gegenüber 2017 einen Rückgang um 193 Personen (minus 1,8 Prozent) dar.

Bei der Betrachtung der Gesamtkriminalität stellen die Diebstahlsdelikte mit 11.076 (minus 5,7 Prozent) die meisten Fallzahlen, gefolgt von den Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit mit 8.241 (minus 5,8 Prozent) Fällen. Nach extremen Spitzenwerten in den Jahren 2015 und 2016 ist bei den Verstößen nach dem Aufenthaltsgesetz erneut ein Rückgang um 10,5 Prozent zu verzeichnen.


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