26.02.2019, 12:13 Uhr

Dubiose Anrufe Die Polizei ermittelt zu mehreren Fällen von Trickbetrügereien im Landkreis Kelheim

(Foto: gajus/123RF)(Foto: gajus/123RF)

Am Montag, 25. Februar, ereigneten sich gleich fünf Fälle von versuchten Trickbetrügereien zum Nachteil älterer Menschen.

LANDKREIS KELHEIM In einem Fall gab sich eine weibliche Anruferin als Mitarbeiterin einer Lottogesellschaft aus und wollte Fragen zur Mitgliedschaft des 54-jährigen Landkreisbürgers stellen. Der Mann ging nicht weiter auf die Fragen ein und verbat sich weitere Anrufe. Es kam noch zu keiner Geldforderung.

In einem weiteren Fall gab sich eine weibliche Anruferin als nahe Verwandte aus, die Geld benötige, weil sie eine falsche Überweisung getätigt hätte. Sie forderte 35.000 Euro von dem 73-Jährigen. Der Mann rief nach dem Gespräch selbst nochmal bei dem tatsächlichen Verwandten an und konnte den Betrugssversuch so aufdecken.

Weiter kam es zu drei Fällen des bekannten Enkeltricks, wo sich die Anrufer als Enkel der Geschädigten ausgeben und eine Notlage vortäuschen, um an das Geld der Betroffenen zu gelangen. Zwei Fälle scheiterten bereits bei der ersten Kontaktaufnahme, da die Angerufenen den Betrug witterten bzw. gar keinen Enkel haben. In einem Fall kam es noch zu konkreteren Forderungen über 4.000 Euro für Notarkosten. Jedoch blieb es aufgrund des richtigen Verhaltens des 79-Jährigen ebenfalls beim Versuch.

Die Polizei Kelheim weist in diesem Zusammenhang erneut auf die Gefahr derartiger Betrügereien hin und bittet insbesondere Kinder, Enkel, Nachbarn und Freunde ihre älteren Mitbürger auf diese Gefahren hinzuweisen. Da Medienberichte und Internetkampagnen in vielen Fällen nicht die richtige Zielgruppe erreichen, sind Sie gefragt! Sprechen Sie die Thematik in entsprechenden Kreisen regelmäßig an und helfen Sie, dieses Kriminalitätsphänomen in den Griff zu bekommen.


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