25.02.2019, 11:36 Uhr

Verstärkte Kontrollen Die niederbayerische Polizei appelliert an alle Faschingsfreunde

(Foto: Polizei Landshut)(Foto: Polizei Landshut)

Die „fünfte Jahreszeit“ nimmt Fahrt auf. Aber um nicht nach der närrischen Zeit mit einer Katerstimmung aufzuwachen, möchte das Polizeipräsidium Niederbayern zur bevorstehenden „heißen Faschingsphase“ die Gelegenheit nutzen, einen Appell an die Faschingsfreunde zu richten.

NIEDERBAYERN Damit es während und nach den Faschingstagen hoffentlich kein böses Erwachen gibt, rät Ihnen die niederbayerische Polizei: Genießen Sie die fünfte Jahreszeit – aber nehmen Sie nicht alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss am Straßenverkehr teil. Machen Sie sich rechtzeitig Gedanken, wie Sie sicher nach Hause kommen. Greifen Sie auf öffentliche Verkehrsmittel und Taxen zurück. Auch wenn eine Fahrt auf den ersten Blick teuer erscheint, ist das allemal billiger als der Verlust des Führerscheins. Steigen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit nie in ein Auto ein, wenn Sie das Gefühl haben, dass der Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss steht. Unterschätzen Sie am nächsten Morgen den Restalkohol nicht! Reichlich Alkoholgenuss am Vortag kann zur Folge haben, dass Sie auch am nächsten Tag noch nicht fahrtauglich sind.

Rund 40 Fahrten unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss registrierte die niederbayerische Polizei im vergangenen Jahr während der letzten beiden Faschingswochen. Bei weiteren etwa 25 Fahrzeuglenkern konnte die Polizei noch vor Fahrtantritt einschreiten – ihnen wurde die Fahrt untersagt und sie mussten lediglich die Schlüssel hinterlegen.

Die niederbayerische Polizei wird auch heuer in der närrischen Zeit verstärkt Kontrollen durchführen, um Fahrten unter Alkohol-/Drogeneinfluss zu unterbinden. Die Überwachung der Verkehrssicherheit, die einen wesentlichen Bestandteil des vom Bayerischen Innenministerium im Jahr 2013 initiierten Verkehrssicherheitsprogramm „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ darstellt, soll die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent senken. Neben der Überwachung der Verkehrssicherheit wird die Polizei aber auch die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen im Auge behalten. Häufig können die Jüngsten die Folgen von übermäßigem Alkoholgenuss nicht richtig abschätzen.

Erst kürzlich ereignete sich während eines Faschingsumzuges im Landkreis Kelheim ein tragischer Unfall , bei dem ein stark alkoholisierter junger Mann von einem Faschingswagen stürzte und sich dabei schwere Verletzungen zuzog. Veranstalter sollten genau darauf achten, was an Jugendliche ausgeschenkt wird. Wenn aus Genuss Exzess wird, besteht die Gefahr, dass es neben gesundheitsschädlichen massiven Alkoholkonsum auch zu Gewalt und Vandalismus kommen kann.


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