18.01.2019, 10:57 Uhr

Die Polizei warnt Zahlreiche verdächtige Telefonanrufe in Niederbayern gemeldet

(Foto: slasny/123RF)(Foto: slasny/123RF)

Im Laufe des Donnerstags, 17. Januar, erfolgten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Niederbayern zahlreiche Anrufe, bei denen sich die Anrufer als vermeintliche Angehörige, Verwandte oder Bekannte vorstellten und aus verschiedenen Gründen dringend Bargeld benötigen.

NIEDERBAYERN Überwiegend waren Bewohner der Landkreise Passau, Deggendorf und Freyung-Grafenau betroffen. Bei den Anrufen wurde sich nach Wertgegenständen und Bargeld erkundigt, welche zum Beispiel für einen Hauskauf dringend benötigt werden. Zu einer Übergabe von Bargeld oder sonstigen Wertgegenständen kam es in keinem Fall.

Beispielhaft wurde eine 62-jährige Frau aus Hauzenberg als vermeintliche „Tante“ angesprochen und zur Herausgabe von 20.000 Euro für einen geplanten Hauskauf aufgefordert. Die Frau erkannte die Betrugsmasche, ging zum Schein auf das Gespräch ein und plante ein Treffen zu einem späteren Zeitpunkt, nachdem sie das Geld besorgt habe. Im Anschluss informierte sie die Polizei, welche sofort entsprechende Überwachungsmaßnahmen in die Wege leitete. Jedoch kam es zu keinem weiteren Telefonat bzw. einem Treffen mit dem unbekannten Anrufer.

Das Polizeipräsidium Niederbayern warnt erneut vor dieser dreisten Betrugsmasche und appelliert auch insbesondere an Angehörige von älteren Menschen, mit ihren Familienangehörigen über diese Betrugsform zu sprechen, und bittet um Beachtung folgender Hinweise: Informieren Sie sich als Angehöriger über die Betrugsform „Enkeltrick“. Sprechen Sie mit ihrem Angehörigen über Verhaltensweisen, an denen man Betrüger und ihre „Maschen“ erkennen kann. Helfen Sie Ihrem Angehörigen dabei, ggf. den Vornamen im Telefonbucheintrag abkürzen zu lassen. Damit entziehen Sie den Tätern die Grundlage, auf Ihren Angehörigen aufmerksam zu werden. Bestärken Sie Ihren Angehörigen darin, einfach aufzulegen, wenn ein Anruf verdächtig erscheint. Anschließend sollte die Polizei über 110 verständigt werden. Hinterlassen Sie bei Ihrem Angehörigen Ihre Erreichbarkeit. So kann er im Zweifel mit Ihnen Rücksprache halten. Wirken Sie darauf hin, dass Ihr Angehöriger keine größeren Geldbeträge oder Wertgegenstände zuhause aufbewahrt. Wenn Ihr Angehöriger zu Hause Opfer einer Betrugsstraftat wurde: Unterstützen Sie ihn dabei, Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten.

Weiterführende Informationen finden sich im Internet unter www.polizei-beratung.de oder bei den kriminalpolizeilichen Beratungsstellen in Passau, Straubing und Landshut.


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