04.09.2018, 19:46 Uhr

120 Ehrenamtliche im Einsatz THW-Technik leistete wertvolle Dienste bei Raffinerie-Brand in Vohburg


Aus noch ungeklärter Ursache kam es am 1. September in einer Öl-Raffinerie bei Vohburg im Landkreis Pfaffenhofen zu einer gewaltigen Explosion mit anschließendem Großbrand. Bis Montagnachmittag waren 120 Ehrenamtliche aus zehn THW-Ortsverbänden im Einsatz.

VOHBURG/LANDKREIS PFAFFENHOFEN AN DER ILM Das THW sicherte beschädigte Gebäude sowie Anlagenteile durch Abstützmaßnahmen und überwachte die Schadensstelle mit Multicopter und Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS). Die Stromversorgung, das Ausleuchten der Einsatzstelle und das Abpumpen von Löschwasser waren weitere Schwerpunkte.

Als sich mitten in der Nacht die gewaltige Explosion ereignete, waren THW-Kräfte in der Region gerade noch mit einem Wohnhausbrand beschäftigt. Dort waren die letzten Abstützarbeiten beendet, als ein dumpfer Knall zu hören war, in dessen Folge sich der Nachthimmel orange färbte. Rasch machten die THW-Einsatzkräfte ihre Fahrzeuge wieder startbereit.

Zunächst fertigte das THW Luftbilder mit einem Multicopter, um einen ersten Eindruck vom Ausmaß des Schadens zu erhalten. Im Einsatzverlauf half die Drohne, die Löschmaßnahmen zu steuern und Gefährdungen zu minimieren. Das ebenfalls eingesetzte Einsatzstellen-Sicherungssystem registrierte kleinste Bewegungen an der beschädigten Anlage.

Weitere Aufgaben des THW bei diesem Großeinsatz waren das Sichern von teilweise einsturzgefährdeten Gebäuden in den umliegenden Ortschaften und auf dem Raffineriegelände. Hier kam ein THW-Baufachberater zum Einsatz. Außerdem beförderten Hochleistungspumpen kontaminiertes Löschwasser durch eine rund einen Kilometer lange Schlauchstrecke in Aufbewahrungstanks.

Alle weiteren Infos zum Einsatz gibt es hier:Explosion bei Bayernoil in Vohburg


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