12.07.2018, 16:26 Uhr

Präsenz Neue Mitglieder für die Sicherheitswacht in Ingolstadt gesucht

(Foto: Polizei)(Foto: Polizei)

Aus dem Kerngedanken, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht allein Aufgabe der Polizei, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, wurde die Idee zur Einführung einer Sicherheitswacht in Bayern geboren. Seit nun mehr als 20 Jahren stärken ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger durch ihre zusätzliche Präsenz in mittlerweile über 135 Gemeinden das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung.

INGOLSTADT Die couragierten Mitglieder der Sicherheitswacht helfen dabei, in enger Zusammenarbeit mit der Polizei, Vandalismus und Ordnungsstörungen vorzubeugen. Sie sind Bindeglied zur örtlichen Polizei. Auskunftserteilung und kleinere Hilfestellungen für den Bürger gehören dabei zum Arbeitsalltag eines jeden „Sicherheitswachtlers“.

Bereits seit Gründung der Sicherheitswacht vor 24 Jahren gehen in Ingolstadt engagierte Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich auf „Streife“ und setzen sich für das gemeinschaftliche Wohl und die Sicherheit ein. Stadt und Polizei ziehen an einem Strang und sind sich einig, dass sich das Miteinander der Polizei mit den ehrenamtlichen Sicherheitswachtlern bewährt hat. Als zusätzliche Augen und Ohren unterstützen derzeit 21 Frauen und Männer die Ingolstädter Polizei. Peter Heigl, Leiter der Polizeiinspektion Ingolstadt, ist bestrebt, die Anzahl der Mitglieder weiter auszubauen und bittet interessierte Bürgerinnen und Bürger, sich für diese Aufgabe zur Verfügung zu stellen.

Bevor die Verstärkungskräfte jedoch ihren Dienst an der Gemeinschaft beginnen können, gilt es, eine Ausbildung zu absolvieren. In insgesamt 40 Unterrichtsstunden in Theorie und Praxis werden die Freiwilligen auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe von Polizeibeamten vorbereitet.

Neben der Unterweisung in die Organisation der Polizei und den Aufgaben der Polizeiinspektionen, gilt es vor allem die eigenen Befugnisse kennenzulernen und diese taktisch und psychologisch richtig anzuwenden. Die Themen Datenschutz, Waffenrecht, Strafrecht und natürlich auch die Eigensicherung stehen auf der Agenda. Der richtige Umgang mit dem Digitalfunk will auch erst einmal gelernt sein.

Die Sicherheitswacht ist in öffentlichen Parks, großen Einkaufs- und Freizeitzentren, Tiefgaragen, großen Wohnsiedlungen und sogar bei Fahndungsmaßnahmen der Polizei aktiv. Ihre Hilfe wird von den Bürgern gerne gesucht und sie sind damit häufig auch das Bindeglied zur örtlichen Polizei. Die Angehörigen der Sicherheitswacht sollen vor allem dem Vandalismus und der Straßenkriminalität entgegenwirken. Sie sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs und verbessern schon durch ihre Präsenz die Sicherheitslage und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger. Im Regelfall informiert die Sicherheitswacht bei verdächtigen Wahrnehmungen über das Handsprechfunkgerät die Einsatzzentrale. Die Sicherheitswacht versteht sich nicht als Hilfspolizei, sondern als Ergänzung für die Arbeit der Polizei.

Bürgerinnen und Bürger mit Verantwortungsgefühl und Zivilcourage sind bei der Sicherheitswacht herzlich willkommen und können sich bei der Polizei in Ingolstadt oder über das Kontaktformular im Internet jederzeit bewerben, wenn sie die nachfolgenden Einstellungsvorrausetzungen erfüllen. Bewerben können sich Frauen und Männer, die mindestens 18 und höchstens 62 Jahre alt sind, eine abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung nachweisen, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbereitschaft besitzen, bereit sind, für die Aufgabe mindestens fünf Stunden monatlich zur Verfügung zu stehen und am Einsatzort oder in der näheren Umgebung wohnen.

Interessierte können sich gerne direkt an Polizeihauptkommissar Diermeier unter der Telefonnummer 0841/ 9343-2021 wenden. Nähere Informationen hierzu finden sich im Internet unter www.polizei.bayern.de.


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