28.06.2018, 14:59 Uhr

Call-ID-Spoofing Die niederbayerische Polizei warnt vor betrügerischen Call-Center-Anrufe

(Foto: gajus/123RF)(Foto: gajus/123RF)

Am Mittwoch, 28. Juni, registrierte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern ein erhöhtes Auftreten falscher Polizeibeamter mittels Telefon. Die Anrufe erfolgten überwiegend im Bereich Landshut, Buch am Erlbach, Essenbach und Altdorf.

NIEDERBAYERN Zwischen 11.30 Uhr bis in die frühen Abendstunden insgesamt zwölf Meldungen über betrügerische Anrufe bei der Polizei ein, zum Glück kam es bei keinem der Anrufe zu Geldübergaben oder Überweisung. Die Täter gingen immer mit der gleichen Masche, dem so genannten Call-ID-Spoofing vor.

Mit dem Phänomen des sog. Call-ID-Spoofing (Englisch für Manipulation/Verschleiern oder Vortäuschen) wird dem Angerufenen eine andere, in der Regel nicht existierende Telefonnummer angezeigt. Ermöglicht wird diese Art des verschleierten Anrufes durch die Internettelefonie. Die Anrufer missbrauchen diese technische Möglichkeit häufig dazu, sich vertrauliche Informationen zu beschaffen oder auf ihre Opfer durch geschickte und sprachlich gut geschulte Anrufer einzuwirken, vertrauliche und persönliche Informationen zu erlangen und die Opfer zu Geldzahlungen, Geldtransfers oder Aushändigung von Geld oder Wertgegenständen zu überreden.

Keinesfalls wird die Polizei für etwaige Unterstützungen bei Ermittlungen Bargeld oder Wertgegenstände von Ihnen fordern oder am Telefon um eine Überweisung eines Geldbetrages bitten. Sollten Sie aufgefordert werden, in irgendeiner Form Geld zu überweisen, ist größtes Misstrauen geboten. Im Zweifel sollte man dem Anrufer mitteilen, dass man ihn zurückrufen wird.

Die Polizei rät, bei merkwürdigen Anrufen nicht auf die angezeigte Rufnummer zu vertrauen, vor allem dann, wenn es um vertrauliche Informationen, Lebensgewohnheiten, ihre Arbeitszeiten oder auch geplante Urlaubszeiten geht. Achten Sie nach Möglichkeit auf die Rufnummer, die Ihnen am Display Ihres Telefons angezeigt wird und notieren Sie diese. Falls möglich informieren Sie oder eine andere anwesende Person von einem separaten Telefon aus die Polizei. Der Anrufer wird versuchen, Sie in der Leitung zu halten bis das Geld abgeholt ist. Fragen Sie den Anrufer nach seiner genauen Amtsbezeichnung, den Namen und die Dienststelle. Echte Polizei- oder Kriminalbeamte werden dieser Bitte gerne nachkommen. Sollten Sie trotz des sicheren und überzeugenden Auftretens des Anrufers Zweifel an dessen Identität haben, beenden Sie das Gespräch.

Sollten Sie bereits Opfer dieser Betrugsmasche geworden sein, scheuen Sie sich nicht, umgehend Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten.

Informationen über entsprechende Vorbeugemaßnahmen erhalten Sie auch bei den kriminalpolizeilichen Beratungsstellen.


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