05.04.2018, 13:57 Uhr

Seniorin bestohlen Die Ingolstädter Polizei ist Trickbetrügern auf der Spur

(Foto: Hannes Lehner)(Foto: Hannes Lehner)

Einen Ermittlungserfolg können die Beamten der Polizei Ingolstadt im Zusammenhang mit einem Trickdiebstahl vorweisen, der sich im vergangenen Jahr in der Ingolstädter Innenstadt ereignet hat.

INGOLSTADT Im August 2017 wurde einer 73-jährigen Manchingerin von einer unbekannten Frau eine Obdachlosenzeitschrift mit den Namen „StreetWorker“ verkauft. Als die Dame Geld aus ihrer Geldbörse herausnehmen wollte, entwendete die Täterin unbemerkt 130 Euro aus dem Geldbeutel. Den Diebstahl bemerkte die 73-Jährige erst eine viertel Stunde später. Die Diebin konnte in der Zwischenzeit unerkannt fliehen.

Nach umfangreichen Ermittlungen konnte die Polizei nun einen Tatzusammenhang mit weiteren Trickdiebstählen herstellen, welche sich in den letzten Jahren überregional in ganz Bayern ereignet hatten. Insgesamt konnten über 440 Fälle zusammengeführt werden. Im Jahr 2017 gerieten schließlich zwei Frauen im Alter von 24 und 31 Jahren in den Fokus der Ermittlungen. Beide Frauen sind rumänische Staatsbürgerinnen und verfügen in Deutschland über keinen festen Wohnsitz. Erste Ermittlungsverfahren gegen die Täterinnen werden derzeit überregional vor den Amtsgerichten verhandelt.

In diesem Zusammenhang sucht die Polizei Ingolstadt Hinweise auf einen möglichen Mittäter der beiden Frauen. Dieser habe in einem Fall mit einem Pkw am Volksfestparkplatz in Ingolstadt auf die Täterinnen gewartet. Da nicht auszuschließen ist, dass die Tätergruppierung weiterhin auch in Ingolstadt Trickdiebstähle begehen wird, werden nochmals Zeugen des begangenen Diebstahls sowie Personen, die von den Täterinnen ebenfalls angesprochen wurden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0841/ 9343-2222 zu melden.

Die Polizei Ingolstadt bittet die Bevölkerung, in solchen Situationen äußerst achtsam zu sein und auf Kaufangebote der Obdachlosenzeitschrift „StreetWorker“ nicht einzugehen. Auch wird oftmals eine Spende sowie eine Unterschrift für Obdachlose verlangt. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um osteuropäische Tätergruppierungen, welche den Opfern durch Wechseltrickbetrüge Bargeld entwenden.


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