03.04.2018, 17:37 Uhr

Sportlich Der Skiclub Langquaid beendet die Saison mit einem absoluten Highlight

(Foto: Skiclub Langquaid)(Foto: Skiclub Langquaid)

Am Abend des 29. März machten sich 32 Skibegeisterte auf den Weg nach Martigny in der Schweiz, dem Stützpunkt für ein, wie es sich am Ende der Fahrt herausstellte, grandioses Osterwochenende. Nach rund neun Stunden Fahrt, die durch eine längere Fisch- und Käsesemmelpause unterbrochen wurde, erreichte der Skiclub das erste Ziel der Reise, nämlich Verbier im Schweizer Kanton Wallis und Teil des Wintersportgebiets „4 Vallées“.

LANGQUAID Dieses Skigebiet, das im Zentrum der „Vier Täler“ liegt und eines der größten Skigebiete Europas ist, hat alles, was ein hochklassiges Wintersportgebiet haben sollte. Die Pisten reichen von blauen bis zu schwarzen Abfahrten und einige bekannte Routen, wie zum Beispiel die Abfahrten „Mont-Fort“ oder „Mont-Gelé“, liegen in diesem Gebiet und wurden von den Skicluberern mit Begeisterung „bezwungen“. Überhaupt ist Verbier mit seinen über 50 Kilometer langen Freeride-Abfahrten ein Mekka für Geländeskifahrer. An diesem Wochenende gastierte dort sogar die Freeride World Tour. Es hatte also jeder die Möglichkeit, die spektakulären Abfahrten der weltweit besten Freerider zu bestaunen. Dieses Skigebiet war dann auch Ziel für die Tage drei und vier und die Teilnehmer fanden stets super Schneebedingungen und tolles Wetter vor. An Tag zwei stand das Highlight des Wochenendes auf dem Programm.

Bereits im Vorfeld hatten sich 27 der Teilnehmer für die „Vallée Blanche“, eine Skiroute, die von der „Aiguille du Midi“ über eine Länge von circa 20 Kilometern und einen Höhenunterschied von 2800 Metern nach Chamonix hinabführt, angemeldet. Der Wetterbericht ließ zwar im Vorfeld für diesen Tag nichts Gutes verheißen, doch ein kurzes Telefonat am Morgen mit den gebuchten Guides weckte die Hoffnung, dass es doch klappen könnte. An der Talstation in Chamonix angekommen, wurden die Skifahrer/Innen in kleinere Gruppen von jeweils fünf bis sechs Personen eingeteilt und die Sicherheitsausrüstung bestehend aus Lawinenpipser und Klettergurt ausgegeben. Anschließend ging es mit der Gondel hinauf auf die „Aiguille du Midi“ (3842 m), einen der beliebtesten Aussichtspunkte auf den höchsten Gebirgszug der Alpen und Ausgangspunkt für die geplante Skiroute. Nachdem jeder Zeit hatte, den tollen Blick – der Wetterbericht hatte nämlich nicht recht, die Sonne lachte vom blauem Himmel – auf den Mont Blanc und das restliche Panorama zu werfen, wurde es ernst. Die Gruppen machten sich auf den Weg zum Anschnallpunkt. Hierzu musste ein rund 300 Meter langer Grad überwunden werden, der einen schwindelerregenden Blick ins Tal zu bieten hatte. Bei traumhaften Bedingungen (Neuschnee und tolles Wetter) ging es in etwa drei Stunden die bekannteste Freeride-Abfahrt der Alpen hinab. Vorbei an spektakulären Felstürmen und Eisabbrüchen und durch Gletscherspalten hindurch, ließ diese Abfahrt die Skifahrerherzen höherschlagen und stellte für alle ein unvergessliches Erlebnis dar. Der Tag klang dann nach der Rückfahrt zum Hotel und dem Abendessen anschließend gemütlich in einer örtlichen Bar aus.

„Wir hatten bei dieser Fahrt unglaublich viel Glück mit dem Wetter und den Schneeverhältnissen. Dass wir die „Vallée Blanch“ durchführen konnten war nicht selbstverständlich. Einige von uns sind schon mehrmals vor Ort gewesen und mussten Aufgrund der Wetterverhältnisse ungetaner Dinge wieder abreisen. Besonders freuen mich der Zusammenhalt und das tolle Miteinander in der Gruppe. Egal ob Jung oder nicht mehr ganz so Jung, hier gibt es keine Grüppchenbildung und sowohl beim Skifahren als auch in geselliger Runde am Abend herrscht stets ein angenehmes Klima. Es macht wirklich Spaß, mit unserem Skiclub unterwegs zu sein, und ich freue mich auf weitere tolle und unvergessliche Ausfahrten wie diese.“ Diesem Resümee des ersten Vorstandes, Harald Pritsch, bei der Rückreise im Bus stimmten alle zu und dem ist auch nichts mehr hinzuzufügen.


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