28.02.2018, 12:03 Uhr

Dreiste Masche Die Polizei warnt vor Anrufen angeblicher Polizeibeamter

(Foto: Holger Becker)(Foto: Holger Becker)

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Geisenfeld kam es am Dienstag, 27. Februar, zu zwei Anrufen angeblicher Polizeibeamter.

GEISENFELD/LANDKREIS PFAFFENHOFEN AN DER ILM Im ersten Fall meldete sich ein angeblicher Polizeibeamter bei einer 79-jährigen Rentnerin aus Geisenfeld. Der Anrufer gab vor, dass gegen ihr ein Ermittlungsverfahren laufen würde und sie vom Einsatzleiter in Kürze einen weiteren Anruf erhalten soll. Tatsächlich meldete sich kurz darauf ein angeblicher Beamter vom Bundeskriminalamt und erklärte ihr, dass sie abgeholt werden würde, um in der Türkei eingesperrt zu werden. Die Haft könne sie mit Überweisung eines 5-stelligen Eurobetrags abwenden.

Im zweiten Fall erhielt eine 71-jährige Rentnerin aus Reichertshofen einen Anruf von „angeblichen Polizeibeamten“. Hier wurde vorgegeben, dass nach Festnahme eines Täters bei diesem ein Notizbuch mit ihrer Adresse aufgefunden wurde. Offensichtlich wollte der Anrufer im weiteren Verlauf Informationen über zu Hause aufbewahrtes Geld erlangen.

In beiden Fällen schöpften die potentiellen Opfer rechtzeitig Verdacht und brachen die Telefonate ab oder vertrauten sich Angehörigen an. Auch wurde bei den jeweiligen Anrufen entweder die Telefonnummer der örtlichen Polizeidienststelle oder die Notrufnummer 110 übermittelt und im Display der Telefone angezeigt.

Es ist nicht auszuschließen, dass die Täter in nächster Zeit erneut auftreten. Um nicht Opfer eines solchen Betruges zu werden rät die Polizei zu folgendem Verhalten: Seien Sie grundsätzlich misstrauisch und legen bei derartigen Anrufen sofort wieder auf. Geben Sie gegenüber den Anrufern keinerlei Informationen zu persönlichen Daten und Aufbewahrung von Wertgegenständen oder Bargeld. Die Polizei ruft niemals unter der 110 an. Durch Manipulation kann auch die Telefonnummer der örtlichen Polizeidienststelle am Display des Angerufenen angezeigt werden und ist daher kein Hinweis auf die „echte Polizei“. Gehen Sie niemals auf Forderungen der Anrufer ein und überweisen Sie keine Geldbeträge oder geben Bargeld an Personen heraus. Im Zweifelfall wenden sie sich persönlich oder durch einen Anruf an die für Sie zuständige Polizeidienststelle. In eiligen Fällen auch

an den Notruf 110. Vertrauen Sie sich Ihren Angehörigen oder Freunden an.


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