07.02.2018, 17:30 Uhr

Verhaltenstipps der Polizei Polizei nimmt Tatverdächtigen fest, der sich als Polizist am Telefon ausgibt

(Foto: olegdudko/123RF)(Foto: olegdudko/123RF)

Am Dienstag, 6. Februar, gab es im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord eine Vielzahl von Anrufen angeblicher Polizeibeamter, die auf subtile Art versuchen, ihre Opfer zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen zu bewegen. In einem dieser Fälle ist es der Polizei in Gauting gelungen, einen Tatverdächtigen vorläufig festzunehmen.

GAUTING Die von den Tätern angewandte Betrugsmasche hat vor allem lebensältere Menschen als Opfer im Visier. Die Täter geben sich dabei am Telefon als Polizisten aus, versuchen  beispielsweise unter der Legende, dass auf bei Einbrechern gefundenen Unterlagen der Name des Opfers enthalten sei, Informationen über die Besitzverhältnisse der Angerufenen zu erhalten und in der Folge diese zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen zu bewegen. 

Enorm aktiv zeigten sich die Täter am gestrigen Dienstag, denn allein 77 solcher Anrufe wurden der Polizei im Norden Oberbayerns an diesem Tag gemeldet. Schwerpunkt der Betrugsaktivitäten waren die Landkreise Fürstenfeldbruck und Starnberg, sowie Erding und Freising. In keinem der Fälle entstand einem der Opfer ein finanzieller Schaden, da diese die Betrugsabsicht erkannten und rechtzeitig die Telefonate beendeten. 

Tatverdächtiger vorläufig festgenommen

Eine Seniorin in Gauting reagierte auf einen derartigen Anruf vorbildlich und informierte zeitnah die Polizei. Aufgrund der daraufhin veranlassten polizeilichen Maßnahmen gelang es einen 38-Jährigen aus dem Landkreis München vorläufig festzunehmen, der in Folge des Anrufs zur Wohnung der Rentnerin kam. Bisher verweigert der Tatverdächtige die Aussage. Die polizeilichen Ermittlungen der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck zu diesem Fall dauern noch an. 

Warnhinweise

Weil davon auszugehen ist, dass diese Betrugsmasche von den Tätern weiterhin fortgesetzt wird, bittet die Polizei die folgenden Verhaltenstipps zu beachten: Grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen sein !Die Täter nutzen häufig einen technischen Trick, durch den die Notrufnummer 110 im Display angezeigt wird. Die Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an. Im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich beenden, ohne persönliche Daten beiehungsweise Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben!

Nicht auf Forderungen zur Übergabe von Geldbeträgen oder Wertgegenständen eingehen! Im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer anrufen, in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110. Man sollte grundsätzlich keine Unbekannten in die Wohnung lassen. Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit: Von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis fordern. Und es empfiehlt sich auch mit end Angehörigen über das Phänomen zu sprechen und diese vor dem Vorgehen der Täter zu warnen.


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