01.02.2018, 01:23 Uhr

Internetbetrug Die Polizei warnt vor angeblichen Microsoft-Mitarbeitern

(Foto: welcomia/123RF)(Foto: welcomia/123RF)

Vermehrt kommt es auch im Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern wieder zu Vorfällen, bei denen vermeintliche Microsoft-Mitarbeiter Bürger kontaktieren. Im folgenden werden Verhaltenshinweise bei Kontaktaufnahme durch diese Personen gegeben.

NIEDERBAYERN Auch im Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern kann das deutschlandweite Phänomen von vermeintlichen Microsoft-Mitarbeitern wieder festgestellt werden. Dabei haben sich größtenteils zwei Vorgehensweisen herauskristallisiert:

Anrufe durch meist englischsprachige Personen

Hier wird vorgegeben, Mitarbeiter von Microsoft zu sein und behaupten, dass der Computer des Angerufenen mit Schadsoftware belastet sei oder ein Update bzw. Upgrade vorgenommen werden müsste. Die Täter versuchen den Angerufenen zur Installation einer Fernwartungssoftware zu überzeugen. Über ein solches Programm ist es möglich vollen Zugriff auf den Computer zu erlangen. Für die ausgeführten „Leistungen“ wird meist zusätzlich ein Honorar verlangt und Daten für Onlinebanking oder Kreditkartendaten abgefragt.

Verhaltenshinweise: die auf dem Display oder Bildschirm angezeigte Rufnummer notieren, das Gespräch dann sofort beenden, sich niemals überreden lassen, Programme auf dem Computer zu installieren.

Während des Surfens im Internet wird ein Sperrbildschirm geschaltet

Bei einem solchen Sperrbildschirm handelt es sich meist um ein sogenannten „Werbe-Popup“, doch statt einer Werbung wird ein falscher Gefährdungszustand des eigenen Computers vorgetäuscht. Auf dem Bildschirm erscheint der Hinweis, dass sich auf diesem Schadsoftware befindet, welcher den Computer zerstört oder sogar das gesamte Internet infiziere. Als einzig mögliche Hilfe erfolgt der Hinweis auf eine Telefon-Support-Nummer.

Verhaltenshinweise: Erstellen eines Screenshots des Sperrbildschirms, den Sperrbildschirm schließen (über „Task Manager“ etc.), den PC neu starten.

Vorfälle bei der Polizei melden

Sollten Sie bereits Opfer der Betrugsmasche geworden sein, so melden Sie den Vorfall umgehend bei Ihrer Polizei. Benachrichtigen Sie auch Ihre Bank bzw. Kreditkarteninstitut, dessen Daten von der Betrugsmasche betroffen sind. Um auch andere Personen zu schützen, informieren Sie ihre Familienmitglieder, Freunde, Arbeitskollegen etc., um diese auf die Vorgehensweisen der Täter hinzuweisen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihren kriminalpolizeilichen Beratungsstellen oder im Internet unter www.polizei-beratung.de oder www.computerbetrug.de.


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