26.12.2017, 09:56 Uhr

Vier Verletzte, darunter zwei Kinder Auto bleibt nach Unfall auf der A9 liegen – nachfolgender Pkw fährt in die Unfallstelle

(Foto: teka77/123rf.com)(Foto: teka77/123rf.com)

Glücklicherweise mit nur leichten Verletzungen überstand eine vierköpfige Familie aus Österreich am ersten Weihnachtsfeiertag, Montag, 25. Dezember, gegen 15.30 Uhr einen schweren Unfall auf der A9 zwischen den Anschlussstellen Langenbruck und Manching. Wegen der Rettungsarbeiten musste die Autobahn in Fahrtrichtung München in etwa eine Stunde komplett gesperrt werden, um 18 Uhr waren alle Fahrspuren wieder frei befahrbar.

A9/REICHERTSHOFEN Ein 35-Jähriger aus dem niederbayrischen Landkreis Deggendorf befuhr mit seinem VW Polo die Autobahn A9 in Fahrtrichtung Nürnberg. Nach der Anschlussstelle Langenbruck löste sich vermutlich wegen Materialverschleißes das Hinterrad rechts am Pkw des 35-Jährigen, sodass dieser die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Der Niederbayer schleuderte im Anschluss nach links über alle drei Fahrspuren in die Mittelleitplanke. Von dort wurde der Pkw auf die Fahrbahn zurückgeworfen und kam entgegengesetzt der Fahrtrichtung auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stehen. Der Deggendorfer konnte aus eigener Kraft seinen Unfall-Pkw verlassen.

Ein 37-Jähriger aus Kärnten, der mit seiner 34-jährigen Ehefrau und den beiden fünf- bzw. vierjährigen Kindern ebenfalls die Autobahn in Richtung Nürnberg befuhr, erkannte den liegengebliebenen Pkw auf dem mittleren Fahrstreifen zu spät und prallte frontal und mit großer Wucht in das Hindernis. Der Österreicher kam im Anschluss auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen, der Pkw des Niederbayern wurde auf den rechten Fahrstreifen geschleudert. Der 35-Jährige aus dem Bereich Deggendorf stammende Pkw-Lenker blieb durch das Unfallgeschehen unverletzt. Alle Insassen im Pkw des Kärnteners wurden glücklicherweise nur leicht verletzt, mussten jedoch allesamt in ein Ingolstädter Krankenhaus zur weiteren Behandlung eingeliefert werden.

Die Unfallfahrzeuge wurden durch den Unfall erheblich beschädigt und waren nicht mehr fahrbereit. Der Gesamtschaden beträgt knappe 10.000 Euro. Die nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Durch ausgelaufene Betriebsstoffe war die Richtungsfahrbahn Nürnberg mit einem Ölfilm verschmutzt und musste im Anschluss durch ein Spezialfahrzeug gereinigt werden. Wegen der Rettungs- und Bergungsarbeiten war die Autobahn bis etwa 16.30 Uhr in Fahrtrichtung Nürnberg komplett gesperrt. Im Anschluss war wegen der Reinigungs- und Bergungsarbeiten zumindest eine Fahrspur befahrbar, gegen 18 Uhr konnte schließlich die komplette Richtungsfahrbahn wieder freigegeben werden, sodass sich der Rückstau schnell auflöste.

Neben der Verkehrspolizeiinspektion Ingolstadt und der Autobahnmeisterei Ingolstadt waren die Freiwillige Feuerwehr Langenbruck, drei Rettungswagen und ein Notarzt an der Unfallörtlichkeit eingesetzt.


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