24.12.2017, 20:27 Uhr

Über 100.000 Euro Schaden Lkw kommt von Fahrbahn ab und landet in einem Hopfengarten

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Ein 69-jähriger niederländischer Lkw-Fahrer befuhr mit seinem Sattelzug die Autobahn A9 in Fahrtrichtung Nürnberg. Kurz vor dem Parkplatz Rohrbach-Ottersried kam der Niederländer nach rechts von der Fahrbahn ab und kam in einem angrenzenden Hopfengarten auf den Rädern zum Stehen.

A9/ROHRBACH/LANDKREIS PFAFFENHOFEN AN DER ILM Der unverletzte Niederländer gab gegenüber den Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Ingolstadt anfangs an, dass sein Sohn der Fahrer gewesen wäre, dieser jedoch zwischenzeitlich durch einen unbekannten Ersthelfer von der Unfallstelle verbracht wurde. Im Zuge der Unfallaufnahme verstrickte sich der 69-Jährige jedoch in immer größere Widersprüche. Außerdem ergab eine Auswertung des digitalen Kontrollgerätes, dass der Niederländer zum Unfallzeitpunkt seine Fahrerkarte nicht im Kontrollgerät hatte. Eine weitere Auswertung ergab, dass der 69-Jährige, um über seine Lenkzeiten hinwegzutäuschen, immer wieder die Fahrerkarte seines Sohnes in das Kontrollgerät steckte. Der 69-Jährige gab schließlich zu, dass er zum Unfallzeitpunkt fuhr und die Geschichte mit seinem Sohn frei erfunden war.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Ingolstadt wurde bei dem Niederländer zur Sicherung des eingeleiteten Strafverfahrens wegen Fälschung beweiserheblicher Daten und falscher Verdächtigung eine Sicherheitsleistung in Höhe von mehreren hundert Euro einbehalten.

Durch das Unfallgeschehen entstand ein Gesamtschaden von über 100.000 Euro. Der nicht mehr fahrbereite Sattelzug musste von einem Abschleppunternehmer aus dem Hopfengarten geborgen werden. Für die Dauer der Bergungsarbeiten musste der rechte Fahrstreifen gesperrt werden. An der Unfallörtlichkeit waren neben der Autobahnmeisterei Ingolstadt auch die Freiwilligen Feuerwehren Wolnzach und Geisenhausen im Einsatz.


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