15.05.2020, 11:37 Uhr

Bub „störte“ auf dem Gehweg: Fahrradsturz nach Schlag eines Betrunkenen

Kinder bis zehn Jahre dürfen völlig zu Recht auf Gehwegen radeln. F.: 123rf.comKinder bis zehn Jahre dürfen völlig zu Recht auf Gehwegen radeln. F.: 123rf.com

Das Kind blieb zum Glück unverletzt, den Mann erwartet ein Strafverfahren.

Freising. Ein betrunkener 58-jähriger Freisinger störte sich am Donnerstag, 14. Mai, gegen 16 Uhr in der Mainburger Straße so an einem 8-Jährigen, der dort mit seinem Fahrrad auf dem Gehweg fuhr, dass er ihm mit der flachen Hand gegen den Helm schlug. Durch den Schlag stürzte der Bub, der jedoch zum Glück unverletzt blieb.

Inwieweit der offensichtliche Alkoholkonsum Auslöser für den Ausraster des Mannes gewesen war, konnte nicht in Gänze nachvollzogen werden, denn zu einem Atemalkoholtest war der 58-Jährige nicht in der Lage. Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren wegen versuchter Körperverletzung.

Der 8-Jährige hatte im Übrigen völlig berechtigt den Gehweg befahren: Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr müssen, Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr sollen mit ihren Fahrrädern den Gehweg befahren. Entwicklungspsychologisch können Kinder das Verkehrsgeschehen noch nicht vollumfänglich überblicken, so dass für sie zum einen spezielle Regelungen wie das Gebot, mit dem Fahrrad auf dem Gehweg zu fahren, gelten. Zum anderen aber sind sie auch auf eine besondere Rücksichtnahme angewiesen.

Äußerst vorbildlich hat sich der 8-Jährige nicht zuletzt auch hinsichtlich des Tragens eines Fahrradhelms verhalten, denn ein Helm schützt und kann Verletzungen bei Unfällen oder Stürzen verhindern oder diese zumindest abmildern. − we –