10.01.2020, 18:30 Uhr

Verwirrter am S-Bahnhaltepunkt Im Adamskostüm im Terminal unterwegs

(Nicht nur) Bundespolizisten am Münchner Airport sind immer im Dienst und sorgen rund um die Uhr auf dem gesamten Flughafen für die Sicherheit von Mitarbeitern und Reisenden. Dabei kommt es mittlerweile leider auch immer wieder zu unschönen Szenen. Mit nackten Bieslern haben es die Beamten im Erdinger Moos Gott sei Dank sehr selten zu tun. (Foto: Bundespolizei)(Nicht nur) Bundespolizisten am Münchner Airport sind immer im Dienst und sorgen rund um die Uhr auf dem gesamten Flughafen für die Sicherheit von Mitarbeitern und Reisenden. Dabei kommt es mittlerweile leider auch immer wieder zu unschönen Szenen. Mit nackten Bieslern haben es die Beamten im Erdinger Moos Gott sei Dank sehr selten zu tun. (Foto: Bundespolizei)

Rumäne nackt, schreiend, pinkelnd am S-Bahnhaltepunkt des Terminals von Bundespolizisten aufgegriffen

FLUGHAFEN Offenbar hatte ein junger Mann aus Rumänien am Donnerstag, 9. Januar, den Bahnsteig mit einer Toilette verwechselt. Außerdem war es ihm anscheinend zu warm.

Ein Bundespolizist, auf dem Heimweg vom Dienst, traf am Bahnsteig des S-Bahnhaltepunktes im Terminal auf einen offensichtlich Verwirrten, der laut schrie. Der Rumäne saß nackt auf dem Bahnsteig, gestikulierte wild, schrie um sich und wollte sich auch nicht mehr anziehen. In der Hand hielt er ein weißes Blatt Papier. Auf seine Situation angesprochen, war der Nackte offenbar so aufgeregt, dass er im Sitzen auf den Boden urinierte, aber auf den Uniformierten erst in keiner Weise reagierte. Dieser ließ nicht locker, reichte dem vermeintlichen Anhänger der Freikörperkultur einen Mantel, den dieser wiederum aggressiv von sich schleuderte. Immer wieder schlug der 25-Jährige auch wild um sich, sodass dem Bundespolizisten und seinen mittlerweile hinzugekommenen Kollegen nichts anderes übrig blieb, als den offensichtlich stark Verwirrten zu fesseln. Es bedurfte dabei mehrerer Polizisten und Handschellen, ihn zu beruhigen.

Mit einem Rollstuhl brachten die Beamten den Verwirrten daraufhin zur Wache. Dort angekommen holten sie einen Arzt hinzu. Der Mediziner diagnostizierte eine akute Psychose und wies den Patienten in die Psychiatrie ein. Ein Rettungswagen brachte den Mann auf ärztliche Anordnung und in Begleitung zweier Polizisten in ein umliegendes Bezirksklinikum.

Ergebnis der Aktion sind für den Rumänen ein Aufenthalt in der geschlossenen Abteilung und eine Strafanzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, leichtere Blessuren zweier Bundespolizisten und Arbeit für den Reinigungsdienst.