07.06.2019, 09:53 Uhr

Flughafen München Nach Trunkenheitsfahrt eingefahren

Beinahe täglich nimmt die Bundespolizei am Münchner Flughafen mit Haftbefehl gesuchte Personen fest. Die Meisten haben die Wahl zwischen Geldstrafe und Haft, so sie denn den geforderten Geldbetrag überhaupt aufbringen können. (Foto: Alexandra Stolze)Beinahe täglich nimmt die Bundespolizei am Münchner Flughafen mit Haftbefehl gesuchte Personen fest. Die Meisten haben die Wahl zwischen Geldstrafe und Haft, so sie denn den geforderten Geldbetrag überhaupt aufbringen können. (Foto: Alexandra Stolze)

Bundespolizisten verhaften 43-Jährigen am Flughafen-

FLUGHAFEN Er war gerade wieder aus seinem Geburtsland zurück nach Bayern gekommen, als die Handschellen klickten. Jetzt sitzt der Kelheimer für die nächsten sechs Wochen im Münchner Gefängnis. Bundespolizisten hatten den 43-Jährigen bei der Ankunft des Morgenfluges aus Moskau kontrolliert und waren dabei auf eine Fahndungsnotiz der Staatsanwaltschaft Regensburg gestoßen.

Das Amtsgericht in Kelheim hatte gegen den Kasachen bereits Anfang 2017 einen Strafbefehl erlassen. Die niederbayerische Justiz forderte von dem Verurteilten wegen Trunkenheit im Verkehr 1.800 Euro Geldstrafe oder ersatzweise 45 Tage Haft. Nachdem der Richterspruch den heute 43-Jährigen augenscheinlich ebenso wenig beeindruckt hatte wie zuvor die Promillegrenzen im deutschen Straßenverkehr, hatte die Staatsanwaltschaft in Regensburg zwei Monate später die Polizeibehörden deutschlandweit mit der Suche nach dem säumigen Zahler beauftragt. Gestern hatte die Suche im Erdinger Moos ein Ende. Bundespolizisten haben den Gesuchten im Terminal 1 festgenommen.

Da weder der 43-Jährige noch seine Begleiterin den geforderten Geldbetrag beibringen konnten, muss er nun die Pfingstwochen in einer staatlichen Unterkunft verbringen. Dazu brachten die Bundesbeamten den Festgenommenen noch am frühen Nachmittag in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim.


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