09.05.2019, 09:57 Uhr

Auf der A9 Unfallfahrer rennt über die Autobahn

Symbolbild (Foto: alau)Symbolbild (Foto: alau)

Auf der BAB A9, München in Fahrtrichtung Nürnberg, kam es zwischen der Anschlussstelle Eching und dem Autobahnkreuz Neufahrn zu einem schweren Verkehrsunfall.

NEUFAHRN Ein 39-jähriger Serbe touchierte beim Fahrstreifenwechsel auf der fünf streifigen Autobahn das neben ihm befindliche Taxi des 36-jährigen Fahrers. Der Peugeot des Serben geriet daraufhin ins Schleudern, nach links von der Fahrbahn ab in Richtung Betonschutzleitwand und überschlug sich anschließend mehrfach. Durch die Trümmerteile waren sowohl die Richtungsfahrbahn München als auch die Richtung Nürnberg betroffen. Es bildete sich Richtung Nürnberg ein ca. 10 km langer Stau. Zur Bergung und Fahrbahnreinigung waren bis zu drei Fahrstreifen für über eine Stunde gesperrt.

Der leicht verletzte Serbe flüchtete unmittelbar nach dem Verkehrsunfall zu Fuß über insgesamt 10 Fahrstreifen auf den Seitenstreifen der Richtungsfahrbahn München und lief dort in Richtung Fürholzen. Der geschädigte Taxifahrer lief ebenfalls über fünf Fahrstreifen bis an die Mittelschutzplanke und verfolgte im dortigen Grünstreifen den Serben ebenfalls zu Fuß. Insgesamt waren vier Streifenwagenbesatzungen der Verkehrspolizei Freising eingesetzt.

Der leicht verletzte Serbe wurde mit dem Rettungsdienst in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert. Aufgrund von im Peugeot vorgefundenen Medikamenten besteht der Verdacht, dass der Serbe sein Fahrzeug unter dem Einfluss von Medikamenten führte, die zur Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit führten. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Verkehrsunfallflucht eingeleitet. Eine Blutentnahme wurde durchgeführt und der Führerschein beschlagnahmt. Am Peugeot entstand Totalschaden. An Einrichtungen der Autobahndirektion Südbayern und am Taxi entstand geringerer Schaden in Höhe von ca. 10.000 Euro.


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