26.03.2019, 08:20 Uhr

Georgier durfte nicht weiter fliegen Gesuchter Notebook-Dieb verhaftet

Beinahe täglich nehmen Bundespolizisten am Münchner Flughafen mit Haftbefehl gesuchte Personen fest und führen sie der Strafverfolgung zu. (Foto: Bundespolizei)Beinahe täglich nehmen Bundespolizisten am Münchner Flughafen mit Haftbefehl gesuchte Personen fest und führen sie der Strafverfolgung zu. (Foto: Bundespolizei)

Bundespolizisten am Münchner Flughafen ziehen gesuchten Georgier aus dem Verkehr

FLUGHAFEN Vor ein paar Jahren war ein Georgier wohl zusammen mit einem Komplizen in Deutschland auf Diebestour und war dabei erwischt worden. Anschließend tauchte er offenbar unter. Seither haben die Strafverfolgungsbehörden in Baden-Württemberg mit Haftbefehl nach dem Dieb gesucht. Bundespolizisten kontrollierten ihn am späten Montagabend, 25. März, bei der Ausreise nach Tiflis, entdeckten die Fahndungsnotiz und zogen den Gesuchten aus dem Verkehr.

Der Georgier wollte aus seiner Wahlheimat im Süden Frankreichs über München in sein Geburtsland fliegen. In München beendeten Bundespolizisten seine Reise aber frühzeitig. Der 35-Jährige hatte nämlich einen offenen Haftbefehl im Gepäck. Im November 2015 war der Georgier zusammen mit einem Komplizen auf Diebestour in Baden-Württemberg gewesen. Als die beiden Langfinger in einem Elektronikgroßmarkt in Stuttgart ein hochwertiges Marken-Notebook entwenden wollten, hatte der Ladendetektiv sie in flagranti erwischt und die Polizei gerufen. Nach Aufnahme der Strafanzeige war der Georgier aber offensichtlich verschwunden, ohne sich vor Gericht seiner Verantwortung zu stellen. Folglich hatte ein Richter am Amtsgericht in der Schwabenmetropole im Januar 2016 einen Untersuchungshaftbefehl wegen besonders schweren Falls des Diebstahls gegen den Mann erlassen. Mit diesem Haftbefehl hatte die Staatsanwaltschaft im Ländle die Polizeibehörden in Deutschland mit der Suche nach dem Untergetauchten beauftragt.

Diesem Auftrag kamen Bundespolizisten am Münchner Flughafen jetzt nach und verhafteten den gesuchten 35-Jährigen bei seinem Zwischenstopp im Erdinger Moos. Aufgrund der vorgerückten Stunde musste der Georgier eine Nacht bei der Bundespolizei verbringen, bevor ihn die Beamten dem Haftrichter in Erding vorführen können. Dieser wird dann über die künftige Unterkunftssituation des Wahl-Franzosen entscheiden.