31.01.2019, 10:37 Uhr

Am Flughafen geschnappt Zechprellerei in Höhe von 70.000 Euro

(Foto: Alexandra Stolze)(Foto: Alexandra Stolze)

Der Mann wurde mit internationalem Haftbefehl gesucht und jetzt festgenommen.

FLUGHAFEN Geboren am Rande des Ruhrgebiets, europaweit unterwegs, reist der 53-Jährige wohl gern mit angemieteten Autos durch die Lande und residiert in teuren Hotels. Nur mit dem Bezahlen von Unterkünften und Fortbewegungsmitteln hat er es anscheinend nicht so; zumindest wenn man nach dem Vorwurf der österreichischen Strafverfolgungsbehörden geht. Diese werfen dem Deutschen nämlich vor, in großem Stile Hotelzimmer und Mietwagen angemietet und dann die Zeche geprellt zu haben. Da der Verdächtige offensichtlich bis dato nicht mehr in Österreich aufgetaucht ist, hat die Wiener Justiz mit internationalem Haftbefehl nach ihm gesucht.

Bundespolizisten am Münchner Airport haben den Gesuchten jetzt gefunden und an der Ausreisekontrollstelle im Terminal 2 verhaftet.

Der Remscheider, mittlerweile wohnhaft in der bayerischen Landeshauptstadt, war Bundespolizisten im Erdinger Moos bei seiner Ausreise nach Tirana ins Netz gegangen. Bei der Überprüfung des Mannes entdeckten die deutschen Beamten den europäischen Haftbefehl der Strafverfolgungsbehörden aus der benachbarten Alpenrepublik.

Die dortigen Behörden werfen dem 53-Jährigen gewerbsmäßigen schweren Betrug vor. Er soll von Ende 2014 bis mindestens Mitte 2017 Hotelzimmer und Mietwagen angemietet, aber nie bezahlt haben. Angeblich hat er anstatt selbst zu bezahlen die Adresse einer Firma angegeben und gebeten, die Rechnungen dorthin zu schicken. Bei der betreffenden Firma allerdings wusste offenbar niemand von einer zugesagten Kostenübernahme. So war den Geprellten ein Schaden von knapp 70.000 Euro entstanden.

Daher hatten die Strafverfolgungsbehörden in Wien gegen den Deutschen im Juli 2017 ein Strafverfahren eröffnet. Nachdem der vermutliche Betrüger aber für die österreichischen Behörden nicht greifbar war und sich nach Vermutung der Wiener Strafverfolger in Großbritannien oder im benachbarten Deutschland aufhielt, hatten sie mit europäischem Haftbefehl nach ihm gefahndet.

Bundespolizisten am Münchner Flughafen vollstreckten den österreichischen Haftbefehl und nahmen den Gesuchten fest. Im Laufe des heutigen Tages werden die Grenzpolizisten den Festgenommenen auf Geheiß des für das Auslieferungsverfahren zuständigen Münchner Generalstaatsanwaltes dem Haftrichter vorführen.


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