31.12.2018, 11:37 Uhr

Gefundene Gaskartuschen als Ursache? Gruselfund: Toter in der abgebrannten Scheune

(Foto: Jeanette Dietl/123rf.com)(Foto: Jeanette Dietl/123rf.com)

Obdachlose nutzten die Scheune als Schlafgelegenheit

ATTACHING Am Freitagabend, 28. Dezember, war in Attaching eine Scheune in Brand geraten und vollständig niedergebrannt. Im Zuge der darauf folgenden intensiven Durchsuchung der Brandstelle stellte sich heraus, dass bei dem Brand eine bisher noch nicht identifizierte Person ums Leben gekommen ist.

Gegen 18 Uhr hatten Besucher eines nahegelegenen Einkaufszentrums die Feuerwehr alarmiert, als sie den Brand nahe des Gewerbegebiets Attaching/Nord wahrgenommen hatten. Als die Feuerwehreinsatzkräfte an dem zwischen Südring und A 92 gelegenen Brandort eintrafen, fanden sie eine in Vollbrand stehende Scheune vor. Trotz der sofort eingeleiteten Brandbekämpfung brannte das Gebäude vollständig nieder.

Im Zuge der ersten polizeilichen Ermittlungen stellte sich inzwischen heraus, dass die niedergebrannte Scheune mit Wissen des Inhabers von Obdachlosen auch als Übernachtungsplatz genutzt wurde. Nachdem nicht völlig auszuschließen war, dass sich zum Brandzeitpunkt eine oder mehrere Personen im Gebäude aufgehalten haben könnten, begannen bereits am Freitagabend erste diesbezügliche Suchmaßnahmen an der Brandstelle und in deren Umfeld. Diese wurden am Samstag fortgesetzt und wurden nach der Abkühlung des Brandschutts und bei Tageslicht intensiviert. Hierzu wurde u. a. ein Leichenspürhund eingesetzt. Am späten Samstagnachmittag wurde schließlich bei den Durchsuchungsmaßnahmen eine Leiche in der Brandstelle aufgefunden.

Die Kriminalpolizei Erding führt die Ermittlungen zu diesem Brandfall. Zur Klärung der noch unklaren Identität der toten Person sollen weitere kriminaltechnische und rechtsmedizinische Untersuchungen beitragen. Anhaltspunkte, dass noch weitere Personen dem Brand zum Opfer gefallen sind, wurden bisher nicht gefunden.

Eine eindeutige Brandursache steht bisher noch nicht fest. Ein Aspekt der weiteren Überprüfungen der Brandermittler ist jedoch, ob in der Brandstelle aufgefundene Gaskartuschen als mögliche Ursache des Feuers in Frage kommen. Der Brandschaden an der Scheune, in der u. a. Baumaterialien und Gerüstteile gelagert waren, wird auf ca. 30.000 Euro beziffert.