10.10.2018, 16:15 Uhr

80 Polizisten im Einsatz Großeinsatz in Freisinger Asylbewerberunterkunft

(Foto: 123rf.com)(Foto: 123rf.com)

Vier Asylbewerber im Alter von 21, 27, 30 und 32 Jahren gerieten wegen Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln ins Visier der Erdinger Rauschgiftermittler.

FREISING Am Dienstagmorgen durchsuchten wie jetzt von der Polizei gemeldet wurde, rund 80 Polizeibeamte die Asylbewerberunterkunft in der Katharina-Mair-Straße in Freising. Hintergrund der Polizeirazzia ist ein laufendes Verfahren der Kriminalpolizei Erding wegen Rauschgifthandels mit Cannabisprodukten.

Im Rahmen von Ermittlungen richtete sich der Fokus auf vier in der Unterkunft gemeldete Asylbewerber.

Nachdem sich nach und nach Hinweise gegen zwei Senegalesen, einen Nigerianer sowie einen Malier erhärteten, dass diese offenbar gemeinschaftlich einen regen Handel mit Marihuana betrieben, beantragten die Beamten der Kripo Erding über die zuständige Staatsanwaltschaft Landshut beim AG Freising Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle gegen die Handeltreibenden.

Mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei aus Dachau sowie der Polizeiinspektion Freising griffen die Beamten der Kriminalpolizei Erding am Dienstagmorgen um 6.00 Uhr zu und durchsuchten die Unterkunftsräumlichkeiten. Bei der groß angelegten Personenkontrolle konnten die vier Tatverdächtigen in der Unterkunft angetroffen und inhaftiert werden. Weiter wurde eine fünfte Person, ein 22-jähriger Malier, festgenommen, der mutmaßlich zusammen mit den anderen vier Tatverdächtigen am Handeltreiben mit Rauschgift beteiligt war. Er wird heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut dem zuständigen Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.

In den durchsuchten Räumlichkeiten stellten die Einsatzkräfte insgesamt mehrere hundert Gramm Marihuana sowie Bargeld in Höhe von mehreren tausend Euro sicher.

Die Ermittlungen der Kripo Erding dauern an.

Bei den Kontrollen wurden darüber hinaus noch zwei nicht in der Unterkunft gemeldete Männer im Alter von 26 und 30 Jahren angetroffen, gegen die aktuelle Fahndungs- bzw. Haftnotierungen bestanden. Sie wurden ebenfalls festgenommen. Einer der beiden Männer wurde nach Prüfung der Haftgründe wieder entlassen, der andere aufgrund des bestehenden Haftbefehls einer Justizvollzugsanstalt überstellt.


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