05.08.2018, 08:26 Uhr

Feuer brach Samstag Abend aus Großbrand auf dem Betriebsgelände von Holz Kohn


Großaufgebot an Feuerwehrkräften im Einsatz

WANG/LKRS. FREISING Der Brand eines Lagerhallenkomplexes auf einem Betriebsgelände in Wang führte am Samstag Abend zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar.

Gegen 21 Uhr war der Brand zunächst in einer der Hallen entdeckt und die Rettungskräfte alarmiert worden. Im weiteren Verlauf griff das Feuer auf zwei weitere, unmittelbar angrenzende Lagerhallen über. Neben Holzelementen waren in den Gebäuden mehrere Fahrzeuge, darunter auch Wohnwagen abgestellt gewesen.

Mit einem Großaufgebot von über 300 Feuerwehrleuten sowie rund 50 Mitarbeitern des Rettungsdienstes konnte der Brand unter Kontrolle gebracht und im Verlauf der Nacht gelöscht werden. Ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude des Betriebes sowie auf das Wohnhaus wurde erfolgreich verhindert. Während des Einsatzes mussten sechs Einsatzkräfte aufgrund von Atem- bzw. Kreislaufproblemen medizinisch behandelt werden. Als das Löschwasser im Einsatz knapp wurde, legten die Einsatzkräfte mehrere Leitungen, unter anderem eine, die eine Strecke von 1,6 Kilometern von der Amper bis zum Ort des Geschehens zurücklegen musste.

15 Feuerwehren, drei Drehleitern, zwei Hubschrauber, Johanniter, Rotes Kreuz, fünf Rettungswagen, die Unterstützungsgruppe örtlicher Einsatzleiter, die Führungsgruppe Katastrophenschutz, ein Fachberater des THW: Insgesamt bemühten sich rund 350 Helfer, größeren Schaden abzuwenden.

Aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung warnte die Polizei bis in die späte Nacht Anwohner, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Zur Bestimmung der Zugrichtung der Rauchwolke war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Gegen 7.30 Uhr am Sonntagmorgen waren die meisten Feuerwehrleute abgerückt, wie Kreisbrandrat Manfred Danner erklärte.

Die Kriminalpolizei Erding hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte durch das Feuer Sachschaden in siebenstelliger Höhe entstanden sein.

Wie das Landratsamt weiter mitteilt, wurde entgegen anders lautender Meldungen im Landkreis Freising nicht der Katastrophenfall ausgelöst. Es herrschte übergeordneter Koordinierungsbedarf.