03.05.2018, 13:10 Uhr

Erfolg für Flughafen-Polizei International gesuchten Schläger am Airport geschnappt

Immer wieder gehen der Bundespolizei am Münchner Flughafen auch international gesuchte Personen ins Netz. (Foto: Alexandra Stolze)Immer wieder gehen der Bundespolizei am Münchner Flughafen auch international gesuchte Personen ins Netz. (Foto: Alexandra Stolze)

Den staatenlosen Gesetzesbrecher erwarten über zwanzig Monate Haft-

FLUGHAFEN Er gehört wohl zur gewalttätigen Gattung Mensch, hatte an Weihnachten 2014 im schwedischen Uppsala offenbar zusammen mit Komplizen einen anderen Mann unter anderem mit Fußtritten und einem Messer schwer verletzt. Nach seiner Verurteilung hatte er sich wohl ins Ausland abgesetzt. Am Mittwochnachmittag (2. Mai) kam der Staatenlose nun aus Kairo in München an. Er hatte wohl nicht mit der guten Zusammenarbeit der europäischen Strafverfolgungsbehörden gerechnet. Jetzt sitzt er in München im Gefängnis.

Die Behörden in Schweden hatten seit Mitte April dieses Jahres nach dem 30-Jährigen mit internationalem Haftbefehl gesucht. Bundespolizisten haben den Gesuchten jetzt bei seiner Ankunft im Erdinger Moos festgenommen.

Es war Weihnachten 2014 im schwedischen Uppsala. Der jetzt in München festgenommene 30-Jährige hatte offenbar zusammen mit drei Komplizen einen anderen Mann schwer misshandelt. Laut Vorwurf der schwedischen Ermittlungsbehörden hatten die Vier ihr Opfer mit Faustschlägen und Fußtritten gegen Kopf und Körper malträtiert. Außerdem sollen sie den Mann mit einem Messer an der Hand verletzt und ihm ins Gesicht gebissen haben. Das Opfer soll neben Abschürfungen auch offene Wunden erlitten haben.

Im Hinblick auf diesen Tatvorwurf scheint der Verstoß gegen das schwedische Betäubungsmittelgesetz aus dem Juni 2015, den die Behörden in dem skandinavischen Land dem 30-Jährigen zudem vorwerfen, ja schon fast unerheblich zu sein.

Im Juni 2017 hat ein Richter beim zuständigen Strafgericht das Urteil gegen den Staatenlosen gefällt; ein Jahr und neun Monate Haft. Gleich danach war der Verurteilte offensichtlich untergetaucht. Da die schwedischen Behörden den Gesuchten im Ausland vermuteten, suchte die Staatsanwaltschaft in Stockholm seit Mitte April dieses Jahres mit internationalem Haftbefehl nach dem verurteilten Schläger. Der Mann muss noch gut zwanzig Monate der verhängten Strafe absitzen.

Jetzt blieb der 30-Jährige im Fahndungsnetz der Bundespolizei am Münchner Airport hängen, als er aus Ägypten angekommen in München einreisen wollte.

Tags darauf führten die Bundespolizisten den Festgenommenen dem Haftrichter in Erding vor und lieferten ihn anschließend in die Justizvollzugsanstalt in München-Stadelheim ein. Dort muss er das durch die Generalstaatsanwaltschaft München betriebene Auslieferungsverfahren abwarten.


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