05.03.2018, 09:02 Uhr

Auswanderer mit gefälschten Dokumenten Mit falschem Führerschein geschnappt

Immer wieder ziehen Bundespolizisten am Münchner Flughafen Reisende mit gefälschten Dokumenten aus dem Verkehr. Ob diese den Beamten echte Dokumente vorlegen, an denen manipuliert worden ist, oder gleich komplette Fälschungen, wie der aus dem Internet bestellte Führerschein des Deutsch-Russen, spielt für die folgende Strafanzeige keine Rolle. (Foto: undespolizei)Immer wieder ziehen Bundespolizisten am Münchner Flughafen Reisende mit gefälschten Dokumenten aus dem Verkehr. Ob diese den Beamten echte Dokumente vorlegen, an denen manipuliert worden ist, oder gleich komplette Fälschungen, wie der aus dem Internet bestellte Führerschein des Deutsch-Russen, spielt für die folgende Strafanzeige keine Rolle. (Foto: undespolizei)

Am Münchner Flughafen war erst einmal Schluss mit Auswandern.

FLUGHAFEN Er hat keinen Wohnsitz mehr in Deutschland, war jetzt unterwegs nach Russland, um angeblich in Zukunft dort zu leben. Bundespolizisten zogen den Deutsch-Russen aus dem Verkehr. Der polizeibekannte 31-Jährige war mit gefälschten Dokumenten unterwegs. Zu den Dokumenten wollte der Ertappte aber nichts sagen.

Bundespolizisten kontrollierten die Dokumente der Passagiere des Mittagsfluges vom Terminal 1 nach Moskau, als ihnen ein 31-Jähriger auffiel. Der deutsche Staatsbürger hatte ihnen seinen bundesdeutschen Personalausweis vorgelegt. Bis dahin war noch alles in Ordnung, der Ausweis echt. Da der Reisende aber nach Moskau fliegen wollte, dort für die Einreise der deutsche Personalausweis nicht ausreicht, fragten die Grenzpolizisten nach weiteren Reisedokumenten. Der Ausreisewillige zog einen russischen Reisepass aus der Tasche. Bei der Prüfung dieses Dokuments stellten die Beamten dann Manipulationen auf der Datenseite fest. Also nahmen sie den Deutsch-Russen mit zur Wache. Dort sollten die Beamten auch noch einen komplett gefälschten deutschen Führerschein finden. Mit den Vorwürfen konfrontiert, hüllte sich der polizeibekannte Mann in Schweigen. Einzig den Führerschein, meinte er, nur aus Spaß besorgt zu haben, um diesen seiner Frau in Russland zu zeigen. Die Bundespolizisten zeigten ihm jetzt erst einmal die rote Karte. Sie zeigten den 31-Jährigen wegen des Verdachts des Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen an.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte der Auswanderer in spe die Wache der Bundespolizei als freier Mann, mit einer Strafanzeige im Gepäck, wieder Verlassen. Der gebuchte Flug in seine angeblich neue Heimat war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon ohne ihn abgeflogen.


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