26.11.2017, 13:11 Uhr

Über 100 Einsatzkräfte im Einsatz Gasalarm in Einzelhandelsgeschäft

Beruhigend ist, dass eine weitere ärztliche Versorgung der Verletzten nicht mehr erforderlich war.  (Foto: teka77/123rf.com)Beruhigend ist, dass eine weitere ärztliche Versorgung der Verletzten nicht mehr erforderlich war.  (Foto: teka77/123rf.com)

Kunden und Angestellte eines Einzelhandelsgeschäfts klagten über Atembeschwerden.

NEUFAHRN Nachdem Kunden und Angestellte eines im Ortsbereich von Neufahrn ansässigen Einzelhandelsgeschäfts über Atembeschwerden geklagt hatten, wurde durch die Integrierte Leitstelle Erding in den Mittagsstunden des 24. November ein Großalarm für Feuerwehr und Rettungskräfte ausgelöst.

Neben den Wehren aus Neufahrn und Eching, befand sich auch die ABC-Gruppe Freising-Land im Einsatz. Letztendlich wurden an der Einsatzstelle über 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst gezählt. Auch eine Detektion der im Anwesen vorhandenen Gase, durch die für derartige Fälle zwischenzeitlich sehr gut ausgestattete Feuerwehr, brachte keine eindeutigen Hinweise, welcher Stoff tatsächlich in der Atemluft vorhanden war.

Allerdings konnten zwei mögliche Ursachen verifiziert werden. Zum einen besteht der Verdacht, dass es sich um Restmengen gasförmiger Stoffe handelte, welcher vor der Verschiffung von Gütern aus China als Insektizide eingesetzt werden. Zum anderen könnten auch mehrere leicht beschädigte Flaschen mit Rohrreiniger der Quell der Verunreinigung gewesen sein. Alle möglicherweise kontaminierten Gegenstände wurden durch die Feuerwehr umgehend aus dem Geschäft entfernt. Nach Lüftung konnte das Geschäft wieder für den Kundenverkehr freigegeben werden.

Beruhigend ist, dass eine weitere ärztliche Versorgung der Verletzten nicht mehr erforderlich war. Zumindest bezüglich der Einsatzkosten, welche letztlich der Solidargemeinschaft zur Last fallen, wurden auch hier die negativen Auswirkungen der Globalisierung offensichtlich.


0 Kommentare