24.11.2017, 10:54 Uhr

Deutsche Gesetze ignoriert Gesuchter Reisender festgenommen

Bei Grenzkontrollen erwischen Bundespolizisten am Münchner Airport regelmäßig Straftäter, viele von ihnen bereits verurteilt und von Justiz gesucht. Am Donnerstag nahmen die Bundesbeamten wieder einen mit Haftbefehl gesuchten Reisenden fest. (Foto: Bundespolizei)Bei Grenzkontrollen erwischen Bundespolizisten am Münchner Airport regelmäßig Straftäter, viele von ihnen bereits verurteilt und von Justiz gesucht. Am Donnerstag nahmen die Bundesbeamten wieder einen mit Haftbefehl gesuchten Reisenden fest. (Foto: Bundespolizei)

Franzose war wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verurteilt und gesucht worden

FLUGHAFEN Am Donnerstag, 23. November, konnten Bundespolizisten im Satellitenterminal des Flughafens einen mit Haftbefehl gesuchten Franzosen festnehmen. Der 33-Jährige hatte es erst mit den deutschen Gesetzesbestimmungen nicht so genau genommen und auch den folgenden Richterspruch des Lörracher Amtsgerichts ignoriert, weswegen die baden-württembergische Justiz die Polizeibehörden mit der Suche nach dem Mann beauftragt hatte.

Der Franzose lief den Bundesbeamten in die Arme, als er aus Basel kommend am Münchner Airport nach Kiew fliegen wollte. Ein Richter am Amtsgericht in Lörrach hatte den Mann aus dem französischen Altkirch bereits im August 2014 wegen Trunkenheit im Straßenverkehr zu 800 Euro Geldstrafe oder 40 Tagen Ersatzhaft verurteilt. Den Richterspruch hatte der Franzose ebenso wenig ernst genommen wie die Promillegrenzen in Deutschland. Daher hatte die Staatsanwaltschaft in Freiburg den säumigen Zahler im Mai 2015 mit Vollstreckungshaftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben. Diesen Haftbefehl vollstreckten Bundespolizisten jetzt.

Bei der Bundespolizei zeigte sich der Festgenommene nun einsichtig und bezahlte die geforderte Geldstrafe plus Verfahrenskosten in Höhe von ca. 190 Euro. Aufgrund dessen konnte der Mann seinen Flug in die Ukraine in buchstäblich letzter Minute noch antreten.


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