23.10.2020, 10:58 Uhr

Randale in der S-Bahn Zivilcourage verhindert Schlimmeres

Ein Gewaltausbruch in einer S 2 konnte nicht zuletzt dank des couragierten Eingreifens von Mitfahrenden unter Kontrolle gebracht werden.  F.: BundespolizeiEin Gewaltausbruch in einer S 2 konnte nicht zuletzt dank des couragierten Eingreifens von Mitfahrenden unter Kontrolle gebracht werden. F.: Bundespolizei

Dank des Eingreifens von Mitreisenden konnte der Gewaltausbruch eines Randalierers in einer S-Bahn unter Kontrolle gebracht werden.

Region. Ein 28-jähriger Pole aus Buxtehude beleidigte am gestrigen Donnerstag gegen 19.15 Uhr in einer stadtauswärts fahrenden S2 zunächst einen 37-jährigen Mann aus Markt Schwaben. Als sich ein couragierter 23-Jähriger aus Poing einmischte, würgte er diesen.

Mehrere Reisende, darunter eine 23-jährige Beamtin der Münchner Landespolizei, die privat unterwegs war, sowie drei Männer im Alter von 23, 26 und 30 Jahren aus Anzing, Kirchheim und Markt Schwaben griffen ein, rangen den Polen zu Boden und hielten ihn bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest. Die S-Bahn hatte am Haltepunkt Feldkirchen schließlich bis zum Eintreffen der alarmierten Streifen der Bundespolizei gewartet.

Bei der Durchsuchung auf der Dienststelle versuchte der 28-Jährige nach den Beamten zu schlagen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,32 Promille, woraufhin der Pole auf der Wache ausgenüchtert wurde. Nach einer Sicherheitsleistung von 390 Euro wurde er entlassen. Gegen den Mann wird jedoch wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Die Münchner Bundespolizei bedankte sich bei den Reisenden, die couragiert einschritten. Sie halfen mit, den Straftäter zu überwältigen und einen weiteren Gewaltexzess zu verhindern. Lediglich der 23-jährige Poinger erlitt leichte Verletzungen am Hals, die anderen vier blieben glücklicherweise unverletzt. − we –