30.04.2019, 09:45 Uhr

Bundespolizei angelte Schwarzfischerin Teurer Fisch ... für 1.200 Euro

Die Gründe für Verurteilungen und Haftbefehle sind so mannigfaltig wie die Reisenden selbst... (Foto: Bundespolizei)Die Gründe für Verurteilungen und Haftbefehle sind so mannigfaltig wie die Reisenden selbst... (Foto: Bundespolizei)

32-jährige Rumänin am Flughafen verhaftet

FLUGHAFEN Fangfrischer Fisch ist ja grundsätzlich nicht billig. Eine 32-Jährige aber musste jetzt ganze 1.200 Euro für ihr Mahl bezahlen. Die junge Frau war vor einem guten halben Jahr im Bayerischen Wald beim Schwarzfischen erwischt und verurteilt worden. Nachdem die Verurteilte aber offensichtlich bis dato die verhängte Strafe nicht bezahlt hatte, schrieb die Justiz in der Oberpfalz sie zur Festnahme aus. Am Montag, 29. April, „angelten“ Bundespolizisten die Gesuchte bei ihrer Ankunft aus Bukarest aus dem Passagierstrom und stellten sie vor die Wahl: Bezahlen oder Haft.

Im Herbst letzten Jahres war die Frau von der Polizei in Bad Kötzting beim Schwarzfischen erwischt und Ende des Jahres vom Amtsgericht Cham wegen Fischwilderei zu 1.200 Euro Geldstrafe oder dreißig Tagen Ersatzhaft verurteilt worden. Nachdem die 32-Jährige bis dato weder die verhängte Geldstrafe bezahlt noch die angebotene Ersatzhaft angetreten hat, haben die Staatsanwälte in Regensburg die Polizeibehörden im März mit der Suche nach der Rumänin und deren Festnahme beauftragt.

Bundespolizisten am Münchner Flughafen kamen dem Auftrag der Justiz nun nach und verhafteten die Rumänin. Sie war den Beamten bei der grenzpolizeilichen Einreisekontrolle des Fluges aus Bukarest aufgefallen. Vor die Alternative „Bezahlen oder Absitzen“ gestellt, bemühte die junge Frau dann auch gleich ihre Reisekasse und zahlte den geforderten Geldbetrag bei den Grenzpolizisten ein. So durfte sie schließlich wieder ihres Weges ziehen.