28.02.2019, 16:49 Uhr

Schreckliches Ende eines Faschingstags Isen-Toter wurde identifiziert

Symbolfoto (Foto: kn)Symbolfoto (Foto: kn)

Taucher fanden den jungen Mann nach stundenlanger Suche

DORFEN Am Unsinnigen Donnerstag war gegen 15 Uhr ein junger Mann in Dorfen auf Höhe der Brücke, die über die Bundesstraße 15 führt, dabei beobachtet worden, wie er in der Isen schwamm. Offensichtlich trieb er dann jedoch ab. Der junge Mann war der Polizei zufolge in einem sogenannten Hemadlenzgewand (weißes Nachthemd) unterwegs gewesen, wie es traditionell am Unsinningen Donnerstag in Dorfen beim Faschingsumzug getragen wird. Danach war der Kostümierte vermisst worden.

Über mehrere Stunden wurde in der Folge fieberhaft mit Unterstützung von Rettungstauchern, einem Polizeihubschrauber und Kräften der örtlichen Feuerwehr nach dem Kostümierten gesucht.

Doch der eigentlich so fröhliche Faschingstag nahm ein tragisches Ende. Am Spätnachmittag konnte der vermisste junge Mann von Tauchern der eingesetzten Rettungskräfte nur noch tot aus der Isen geborgen werden.

Es handelt sich um einen 18-jährigen Mann aus dem Gemeindebereich Dorfen. Die Ermittler der Kriminalpolizei Erding gingen am Tag danach von einem tragischen Unglücksfall aus. Hinweise auf eine Fremdbeteiligung am Sturz ins Wasser gibt es nicht: Ein Anwohner des gegenüberliegenden Ufers, der den Unglücksfall gegen 15 Uhr beobachtete, sprang in den Fluss und versuchte vergeblich, durch Abtauchen der Unglücksstelle den jungen Mann zu retten. Aufgrund der stark eingeschränkten Sicht war dies jedoch nicht möglich. Auch den über Notruf hinzugezogenen Rettungskräften gelang es nicht, den Untergegangenen sofort zu lokalisieren. Gegen 17 Uhr konnte der Verunglückte schließlich geborgen werden. Jedoch kam jede Hilfe zu spät. Die sofort eingeleiteten notärztlichen Reanimationsversuche konnten den Mann nicht ins Leben zurückholen.