21.01.2019, 18:20 Uhr

Viehtransporter stürzte um Eine Mords-Viecherei auf der Bundesstraße


Rindviecher liefen auf der Straße umher: stundenlange Komplett-Sperre

INNING AM HOLZ Ein mit zwanzig Rindern beladener Drei-Achs-Anhänger eines Tiertransporters ist am Montagmittag, 21. Januar, kurz nach 13 Uhr westlich von Taufkirchen auf der B 388 in Höhe Hinraching umgestürzt.

Ein 23-jähriger Mühldorfer befuhr mit seinem vollen Viehtransport, bestehend aus Lkw und Anhänger, zu diesem Zeitpunkt die Kreisstraße ED 28 in südöstlicher Richtung. Bei der Einmündung in die B 388 bog der Kraftfahrer nach rechts in Richtung Erding ab. Hierbei bekam der Anhänger des Viehtransportes aus noch nicht abschließend geklärter Ursache Übergewicht und kippte in der Folge nach links um. Es wurde dabei die Zugöse der Deichsel zwischen Lkw und Anhänger nach oben gebogen und dadurch kippte lediglich der Anhänger nach links um, während der Lkw stehen blieb.

Der Lkw war mit sechs, der Anhänger mit zwanzig Rindern beladen.

Der Fahrer des Lkw sowie die sechs Rinder im Lkw blieben unverletzt. Etwa zehn Tiere liefen gleich nach dem Unfall frei auf der Straße umher. Die zwanzig Rinder im Anhänger wurden durch die freiwilligen Feuerwehren Inning am Holz und Taufkirchen (Vils) geborgen, indem das Dach des Anhängers mittels schweren Geräts entfernt wurde.

Bis zum Eintreffen von Ersatztransportern hielten private Helfer und Feuerwehrkräfte die massiven Tiere in Schach. Nach tierärztlicher Untersuchung aller Rinder konnten diese ihre Fahrt fortsetzen.

Zum Schluss musste noch einmal in regelrechter Cowboy-Manier agiert werden, weil sich einige Rinder beim Verladen doch als recht widerspenstig erwiesen.

Nachdem das letzte Stück Vieh Stunden später nachmittags gegen 15 Uhr schließlich wieder sicher im Transporter war, konnte ein Bergeunternehmen mit dem Aufstellen des Anhängers beginnen.

Neben den ca. 30 eingesetzten Feuerwehrleuten waren zwei ortsansässige Tierärzte sowie zwei Mitarbeiter des Veterinäramtes Erding vor Ort. Die B 388 war für ca. vier Stunden voll gesperrt.

Der entstandene Sachschaden wird auf insgesamt ca. 25.000 Euro geschätzt.