07.01.2019, 10:34 Uhr

Flughafen München Dank Mutti wieder auf freiem Fuß unterwegs

Bei den grenzpolizeilichen Ein- und Ausreisekontrollen nimmt die Bundespolizei regelmäßig mit Haftbefehl gesuchte Personen fest. (Foto: Alexandra Stolze)Bei den grenzpolizeilichen Ein- und Ausreisekontrollen nimmt die Bundespolizei regelmäßig mit Haftbefehl gesuchte Personen fest. (Foto: Alexandra Stolze)

Ohne seine Mutter hätte das neue Jahr für ihn mit einem Gefängnisaufenthalt begonnen.

FLUGHAFEN Bundespolizisten haben einen mit Haftbefehl gesuchten deutschen Staatsangehörigen aus dem Verkehr gezogen. Als die Beamten den gebürtigen Kasachen bei seiner Einreise aus Moskau kontrollierten, entdeckten sie eine Fahndungsnotiz der baden-württembergischen Justiz und nahmen den 35-Jährigen fest. Nachdem seine Mutter die Strafe für ihn bezahlt hatte, durfte der Missetäter seine Heimreise ins Ländle fortsetzen.

Der 35-Jährige war im Mai 2018 vom Amtsgericht Aalen wegen Hausfriedensbruchs zu 300 Euro Geldstrafe oder 30 Tagen Ersatzhaft verurteilt worden. Nachdem er anfangs wohl noch einen Teilbetrag an die Staatskasse entrichtet hatte, blieb der Mann bis dato aber gut 100 Euro Geldstrafe plus Verwaltungskosten von 73,50 Euro oder ersatzweise 10 Tage Haft schuldig. Daher schrieb die Staatsanwaltschaft Ellwangen den gebürtigen Kasachen im Dezember letzten Jahres mit Vollstreckungshaftbefehl zur Festnahme aus.

Auch jetzt konnte der säumige Zahler die geforderte Restsumme selbst nicht aufbringen. Er bemühte sich zwar redlich, die Summe beizubringen, hatte aber damit so seine Schwierigkeiten. Erst mit einem Anruf bei seiner Mutter hatte der Aalener Glück. Die Dame machte sich umgehend auf den Weg zur örtlichen Polizeistation und übergab dort den geforderten Betrag an die Beamten.

Nachdem die baden-württembergischen Polizeibeamten ihren Münchner Bundespolizei-Kollegen den Geldeingang bestätigt hatten, durfte der Missetäter die Wache im Erdinger Moos auch wieder verlassen.


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