30.11.2018, 08:05 Uhr

War ein Krampfanfall schuld? Enkelin und Großvater an Bushaltestelle überfahren

(Foto: Herkner)(Foto: Herkner)

16-Jähriger droht Beinamputation

ERDING Ein Unfall mit fatalen Folgen ereignete sich am Erdinger Busbahnhof: Am Donnerstag, 29. November, um 18.05 Uhr befuhr ein 24-jähriger Mann aus dem Landkreis Schwandorf mit seinem 3er BMW mitsamt Anhänger die Bachingerstraße in Erding in Richtung Bahnhof Erding. Mit ihm im Fahrzeug saß sein 57-jähriger Vater als Beifahrer. Nach derzeitigem Erkenntnisstand erlitt der junge Mann nach Aussagen des Vaters einen Krampfanfall und verlor in Folge dessen die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Pkw fuhr geradeaus über die Straße „Am Bahnhof“ und in den dortigen Busbahnhof..

Dort erfasste das Fahrzeug zwei Personen, die auf einer Bank saßen, um auf den Bus zu warten, eine 16-jährige Schülerin und ihren 72-jährigen Großvater aus dem nördlichen Landkreis Erding. Die junge Frau wurde durch den Unfall sehr schwer an den Beinen verletzt, unter Umständen droht eine Amputation. Sie wurde innerhalb kürzester Zeit durch den Rettungsdienst versorgt und mit dem Rettungshubschrauber in ein Münchner Klinikum geflogen. Ihr Großvater erlitt Verletzungen am Sprunggelenk und im Gesicht, er wurde durch den Rettungsdienst in das Klinikum Erding verbracht.

Der 24-Jährige und sein Vater wurden schwer bzw. leicht verletzt in das Krankenhaus Freising eingeliefert. Der 57-Jährige trug nach ersten Erkenntnissen lediglich Prellungen durch den Sicherheitsgurt davon. Sein Sohn klagte über Abdominalschmerzen, Krämpfe und eine Bissverletzung an der Lippe und muss zu weiteren Untersuchungen stationär aufgenommen werden.

Aufgrund der schweren Verletzungen der jungen Frau wurde durch die Staatsanwaltschaft ein Gutachten sowie die Sicherstellung des Unfallfahrzeuges angeordnet. Zu einer möglichen Krankheitsvorgeschichte bei dem Unfallfahrer gibt es bisher keine Erkenntnisse.